MeLa 2014: Schweine im Rampenlicht

08.09.2014

© Archiv

Tier der MeLa 2014: Deutsche Landrasse

Für die Schweinezüchter ist die 24. MeLa eine ganz besondere. Mit der Deutschen Landrasse rückt eine der ältesten Schweinerassen in den Mittelpunkt der Tierpräsentationen. Die 1904 als eigenständig anerkannte Rasse zeichnet sich durch hohe Fruchtbarkeit, gute Wachstumsleistungen und lange Nutzungsdauer aus. Noch vor 50 Jahren war sie in Deutschland die am meisten verbreitete Hausschwein-Rasse. Veränderte Verbrauchergewohnheiten hin zu magerem Schweinefleisch führten allerdings zu einem starken Rückgang der Bestände: Von bundesweit noch etwa 8 700 Herdbuchsauen stehen 2 000 in Mitgliedsbetrieben des Hybridschweinezuchtverbandes Nord/Ost (HSZV). „In der modernen Schweinezucht bietet die Deutsche Landrasse als Kreuzungspartner für Rassen mit höherem Muskelfleischanteil viel Entwicklungspotenzial. Das wollen wir auf der MeLa zeigen“, betont HSZV-Geschäftsführerin Renate Schuster. Neben der Vorstellung der Deutschen Landrasse sehen die Schweinezüchter des Landes für sich auf der Messe eine weitere Aufgabe. „Die öffentliche Kritik an der konventionellen Schweinehaltung schlug in den vergangenen Monaten hohe Wellen. Wir werden uns der Diskussion mit erhobenem Kopf stellen“, kündigt Schuster an. In der Ausstellung werden neben Sauen-, Mastschweine- und Läuferkollektionen, Eber sowie eine Sattelschweinsau mit Ferkeln zu sehen sein.

Höhepunkt der Präsentation des Verbandes der Pferdezüchter Mecklenburg-Vorpommerns ist die Landeselitestutenschau (12. 9.). 80 Stuten aus elf Rassen haben sich qualifiziert, davon allein 27 Warmblutstuten, informiert Verbandsgeschäftsführer Uwe Witt. Weitere Höhepunkte sind die Haflinger-Jungpferdeschau der IG Haflinger MV (13. 9.) sowie die großen Pferdeschauprogramme mit Beteiligung des Gestütes Ganschow und des Landgestütes Redefin (13. und 14. 9.).

Erstmals wird sich die RinderAllianz auf der MeLa vorstellen. An allen vier Messetagen sind in den Tierhallen 2 und 3 Rinder aller Altersklassen, Nachkommen von Spitzenbullen der RinderAllianz, zu sehen. Zum Wettbewerb der Milchrinderkollektionen am 13. 9. treten sechs Kreisvereine an. Bewertet werden die Einheitlichkeit und Qualität des Exterieurs der Kollektionen“, so RinderAllianz-
Geschäftsführerin Dr. Sabine Krüger. Zum NOG-offenen Landeswettbewerb der intensiven Fleischrindrassen haben 34 Züchter  aus MV, Sachsen-Anhalt und Brandenburg Tiere gemeldet. Im Wettbewerb stehen insgesamt 70 Rinder aus fünf Rassen. Tiere aus weiteren fünf Rassen werden in den Tierschauen vorgestellt, darunter erstmals Wagyus, die ursprünglich aus Japan stammen.

20 Schaf- und Ziegenzüchter bringen 80 Tiere aus zwölf Landschaf- und Fleischschaf- sowie aus drei Ziegenrassen nach Mühlengeez. „Im Mittelpunkt des Leistungswettbewerbes stehen das Rauhwollige Pommersche Landschaf und das Jakobschaf“, so Verbandsvorsitzender Jürgen Lückhoff.

Schon am 10. 9., einen Tag vor der offiziellen MeLa-Eröffnung, startet die Jungtierschau des Landesverbandes der Rassekaninchenzüchter MV. „120 Züchter haben sich für die Ausstellung angemeldet. Zu sehen sein werden etwa 520 Tiere aus über 40 Rassen und mehr als 70 Farbschlägen“, berichtet Ausstellungsleiter Norbert Bissa.

Der Verband der Rassegeflügelzüchterzüchter MV wird über 200 Tiere verschiedenster Rassen und Farbschläge präsentieren. Züchterischer Höhepunkt ist die Große Eierschau. „Wir wollen mit unserer Ausstellung zeigen, das Rassehühner, -enten, -gänse und -tauben nicht nur schön, sondern auch leistungsfähig sind“, kündigt Vorstandsmitglied Steffen Kraus an.                

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