Mecklenburg-Vorpommern auf der IGW

20.01.2016

© Gerd Rinas

Beste Qualität: Bauernprä­sident Tietböhl, Ministerpräsident Sellering und seine Frau Britta (v. l.) sowie Agrarminister Backhaus (r.) probieren Wurstspezialitäten von Robert Kriewitz aus Ueckermünde.

Biogas und Sonnenstrom, Rinderfutter und Energiemais, Kartoffeln und Kürbisse, Erdbeeren und Spargel, Tomaten und Gurken unter Glas, Milch von 750 Kühen – das Produktportfolio vom Hof Denissen in Wöbbelin bei Schwerin hat in den vergangenen Jahren immer größere Umfänge angenommen. Von der Güte des jüngsten Betriebszweiges – der Speiseeisproduktion – können sich Grüne-Woche-Besucher noch bis Sonntag in der Länderhalle MV ein eigenes Bild machen. Der Hof Denissen ist das erste Mal als Aussteller auf der Grünen Woche vertreten.


„Es war Stress, bis der Stand eingerichtet und das erste Eis verkauft war. Insgesamt ist der Auftritt hier aber aufregend, eine tolle Erfahrung“, sagt Mitarbeiterin Melanie Ebert. Zusammen mit drei Kollegen bietet sie an diesem ersten Grüne-Woche-Samstag am Stand vom Hof Denissen Grillsteaks sowie verschiedenste Eissorten an: Marzipan-Orange-Stracciatella, Heidelbeere-Brownie, Mango und anderes mehr. Die Gemeinsamkeit: „Wir produzieren mehr als 70 Sorten aus hofeigener Milch“, berichtet Melanie Ebert. Während sich die Nachfrage am Eröffnungstag noch in Grenzen hielt, scheinen die Besucher heute am Ländertag Mecklenburg-Vorpommern auf den Geschmack zu kommen. „Die Nachfrage ist gut. Wir wollen den Hof Denissen hier auf der Messe als Erlebnisbauernhof bekannt machen. Wir laden Interessenten und Reisegruppen zu Hofbesichtigungen und zum Besuch in unser neues Restaurant ein.  Im Hofladen gibt es viele regionale Produkte, darunter alles, was auf dem Hof erzeugt wird“, so Melanie Ebert. Seit einiger Zeit betreiben die Hofeigentümer Manuela und Rudolf Denissen außerdem zwei Eiscafés in Ludwigslust und Neustadt-Glewe. Bis Jahresende soll ein drittes in Schwerin eröffnet werden. Denissens waren 1992 in Wöbbelin mit zehn Mitarbeitern gestartet. „Mittlerweile sind wir um die 100 Leute. Auch das Personal in den Eiscafés wird trotz des Saisongeschäftes ganzjährig beschäftigt“, sagt Melanie Ebert.


Neben dem Hof Denissen hat ein weiterer Landwirtschaftsbetrieb seinen ersten Auftritt auf der Grünen Woche: Für die Agrargesellschaft Chemnitz bei Neubrandenburg steht Enrico Stubbe hinterm Verkaufstresen. „Wir haben Heidelbeer- und Erdbeerprodukte aus eigener Erzeugung, Naturprodukte aus unserer Damwildhaltung und viele Produkte von Partnern aus der Region mit nach Berlin gebracht. Mal sehen, wie wir damit landen“, lacht Stubbe. Sein spezielles Anliegen: „Wir wollen für die Vermarktung unseres Damwildes überregionale Interessenten ansprechen, auch Berliner Köche.“

 

Touristiker als Partner


Landwirte aus der Region sind als Tourismuspartner am Stettiner Haff gern gesehen. „Landwirtschaft und Tourismus ergänzen sich gut, nicht nur hier in der Länderhalle“, sagt Heidrun Steffen, Mitarbeiterin der Förder- und Entwicklungsgesellschaft Uecker-Region. Zusammen mit Cornelia Langer von der Usedom-Touristik GmbH wirbt sie für Urlaub am Stettiner Haff und im Küstenvorland. „Mittlerweile gibt es interessante gemeinsame Angebote mit Landwirten wie der Schaumanufaktur Bauerngarten Ferdinandshof“, so Langer. Auch der gemeinsame Auftritt in Berlin macht sich bezahlt: „Nach der Grünen Woche ziehen die Buchungen spürbar an.“


Am späten Vormittag des Mecklenburg-Vorpommern-Tages ist die große Bühne am Giebel der MV-Halle schon dicht umlagert. Bevor Ministerpräsident Erwin Sellering den Ländertag eröffnet, dankt er den Ausstellern, die das „Schaufenster der Ernährungswirtschaft des Landes“ wieder prall gefüllt haben. Ein „Ex-tradank“ geht an Landwirtschaftsminister Backhaus für seinen Einsatz – und an die Landwirte. „Das Land steht für gesunde Lebensmittel und eine starke Landwirtschaft“, betont Sellering. Land- und Ernährungswirtschaft sicherten Arbeitsplätze und trügen zu wirtschaftlicher Entwicklung bei, so der Ministerpräsident, bevor er sich zu den Ausstellern begibt.

 

„Wo die Seele lächelt“


Auf der Bühne rückt nun der Landkreis Nordwestmecklenburg in den Mittelpunkt. Landrätin Kerstin Weiss begrüßt die Gäste. Unter dem Motto:  „Wo die Seele lächelt“ werden touristische Attraktionen und kulinarische Köstlichkeiten vorgestellt, die Cover Rockband RayD.O. und das Piraten-Action-Open Air-Theater geben Kostproben ihres Könnens.  Die Besucher klatschen begeistert in die Hände. Es herrscht Volksfestatmosphäre, wie fast immer in der Mecklenburg-Vorpommern-Halle.

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