Landfrauen in Jabel: Fotos auf Facebook

20.08.2014

© Dr. Heike Müller

Für die Jabeler Kinder: 115 € Einnahmen vom Markt auf dem Seefest spenden Ortsgruppenvorsitzende Monika Ansorge (2. v. l.) und ihre Mitstreiterinnen für die Erneuerung des Spielplatzes.

Die Sonne meinte es gut zum traditionellen Seefest in der Gemeinde Jabel. Für den Geschmack der Landfrauen eher zu gut, denn bei über 30 Grad im Schatten war vielen Urlaubern und Einheimischen nicht zum Feiern zu Mute.

Zum Kieken und Köpen eher auch nicht, dabei hatten die Landfrauen um die Ortsgruppenchefin Monika Ansorge viele schöne selbstgemachte Dinge mitgebracht: Fruchtaufstriche und Liköre, Kräuteressig, Gestricktes, Gehäkeltes und wunderschöne Trockenkränze.

Trotzdem waren die Frauen in ihren Trachten mit dem Tag zufrieden. Sie waren das erste Mal beim Seefest dabei, das seine 15. Auflage erlebte. Die 115 € Einnahmen aus dem Verkauf wollen sie nicht für die eigene Vereinsarbeit behalten, sondern für die Erneuerung des Spielplatzes in der Gemeinde spenden. Schließlich liegt der dörfliche Nachwuchs den Frauen besonders am Herzen.

Die Jabeler Landfrauen haben sich erst im Frühjahr dieses Jahres gefunden. Sie wollten etwas gemeinsam tun, Angebote für die Frauen im Dorf schaffen. Bürgermeister Johannes Güssmer freute sich über diese Vorhaben und unterstützte sie von Anfang an sehr. Ein glücklicher Umstand: Jabel konnte im Januar ein neues Gemeindezentrum einweihen. Nicht nur die Feuerwehr hat dort ihren Platz, sondern es gibt auch einen großen Saal und Nebenräume, die von den Vereinen genutzt werden können. Am 1. Mai 2014 gab es dort einen Tag der offenen Tür, der von den Landfrauen mitgestaltet wurde. Natürlich mit Kaffee, Kuchen und kreativen Dingen, aber auch mit einem kleinen Landfrauen-Flyer für die Eigenwerbung. Mit von der Partie waren die Jabeler Frauen auch bei der Mecklenburger Seenrunde. Dieses erste große Radsportereignis in der Region benötigte viele Helfer, um die Radler zu versorgen. So wurden von den Jabeler Frauen am Servicepunkt in Drewitz Gurken und Bananen geschnitten, Stullen geschmiert, Getränke bereitgestellt. Die Aktion hat Spaß gemacht und das Zusammengehörigkeitsgefühl gestärkt.

Die Landfrauen machen vom Gemeindezentrum regen Gebrauch. Mittlerweile zählt ihr Verein 30 Mitglieder zwischen 35 und 80 Jahren, die gemeinsam etwas auf die Beine stellen. Ab September, wenn die Abende wieder länger werden und es im Garten ruhiger wird, treffen sie sich wieder regelmäßig zu Handarbeiten, kreativem Gestalten und Malen. Jede Woche wird „gesportelt“, einmal im Monat trifft sich der Frauenstammtisch. Bis zum Jahresende sind Vorträge zu Gesundheit und Ornithologie, ein plattdeutscher Abend, ein Spieleabend und eine Weihnachtsfeier geplant. Ein Adventsbasar mit Selbsthergestelltem darf nicht fehlen.

Die Jabeler Landfrauen gehen mit der Zeit! Als eine der ersten Ortsgruppen im Land kommunizieren sie über Facebook. Dort findet man die Veranstaltungstermine und Fotos aus dem Vereinsleben. Noch sucht man unter den Frauen, die in den verschiedensten Berufen tätig sind, Landwirtinnen vergeblich. Das soll sich ändern, sagt Monika Ansorge.

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