Kranich-Brutpaare: Bestand wird erfasst

22.05.2018

© Karl-Heinz Engel

Der Nordosten beherbergt fast die Hälfte des Kranichbrutbestandes der Bundesrepublik. In diesem Jahr wird erneut eine Bestandserhebung vorgenommen.

Die Kraniche haben ihre Brutreviere bezogen. Mitglieder der Landesarbeitsgemeinschaft Kranichschutz sind dabei, im Auftrag des Landesamtes für Umwelt Natur und Geologie in Güstrow den Brutbestand in Mecklenburg-Vorpommern zu erfassen.


Geschehen soll das auf über 100 Messtischblattquadranten, was einem Anteil von zehn Prozent der Landesfläche entspricht. Über eine Hochrechnung ergibt sich dann ein annäherndes Bild über die Gesamtzahl der brütenden Paare. Bei einer Inventur im Jahr 2016 waren 4.350 Paare ermittelt worden. Damit beherbergt Mecklenburg-Vorpommern 47 % des Brutbestandes der Bundesrepublik. In mittleren und südlichen Bundesländern gelten die Vögel jedoch als Rarität. Für das benachbarte Brandenburg werden zwar noch 2.600 Paare angegeben, z. B. in Thüringen sind aber nur drei Brutvorkommen bekannt.


In Mecklenburg-Vorpommern registrieren die Kranichexperten seit Jahren Veränderungen in der Revierwahl. Bevorzugten die Vögel früher unzugängliche Waldmoore und Brüche als Domizil, besiedeln sie jetzt zunehmend das Offenland, was Landwirte bestätigen. Feldarbeit stört Kraniche offenbar kaum.

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