Jubiläumsfeier Blunk: Ein schönes Geschenk

15.07.2014

© Jürgen Drewes

Zum Firmengeburtstag in Lalendorf ist die Blunk-Familie fast komplett angereist. Ganz links Unternehmensgründer Jogi Blunk.

Auf diesen Tag hat Jerome zehn Jahre lang gewartet. Nach eigener Aussage will der Viertklässler der Storchenschule Cammin im Landkreis Rostock seit Geburt Landwirt werden. Schon als Kindergartenkind konnte er stundenlang am Feldrand stehen und die Männer auf ihren Maschinen beobachten. „Treckerfahren ist für mich das Größte, aber auch auf einem Mähdrescher durfte ich schon mitfahren“, schwärmte Jerome kürzlich in Lalendorf.

Dort feierte das Lohnunternehmen Blunk zehnjähriges Bestehen. Dessen Mitarbeiter sind Jerome besonders ans Herz gewachsen. Wann immer es die Situation erlaubt, darf der Junge zu ihnen in die Fahrerkabine klettern und ein paar Runden mitdrehen. Als Dank dafür hat er ihnen gemeinsam mit Mutti Sylvia Haupt eine Marzipan-Jubiläumstorte gebacken – mit Trecker, versteht sich.

„Eines unserer schönsten Geschenke“ freut sich Elvira Blunk. Die Ehefrau von Firmengründer Jogi Blunk will den Kontakt aufrecht halten. „Es gibt nicht mehr so viele Jugendliche, die in die Landwirtschaft wollen. Da ist uns Jerome besonders willkommen“, sagt die Bürochefin und wendet sich weiteren Gästen zu. Die sind trotz des regnerischen Wetters an diesem letzten Junisonntag überaus zahlreich nach Lalendorf gekommen. Kein Wunder bei mittlerweile dreitausend Kunden und etlichen Partnern.

Das 1982 im schleswig-holsteinischen Rendswühren gegründete Lohnunternehmen hat sich unmittelbar nach der Wende in Mecklenburg-Vorpommern engagiert. Erst in Lützow, ab 2004 in Lalendorf. „Die Lage, die Anbindung war einfach besser. Von hier aus können wir in alle vier Himmelsrichtungen ausrücken“, verweist Jogi Blunk auf den Standortvorteil. Seit diesem Jahr ist der 60-Jährige mit einer weiteren Tochterfirma seiner GmbH in Vahldorf, Sachsen-Anhalt aktiv. „Zunehmend mehr Landwirte greifen auf unsere Angebote zurück. Wir halten die modernste Technik vor. Das will, das kann sich mitunter kaum noch ein Landwirt selbst leisten. Bei uns rechnet sich die effektive Auslastung“, streicht Blunk den Vorteil eines Lohnunternehmens heraus und stützt sich dabei auf eine seiner jüngsten Neuanschaffungen, eine Maislegemaschine. 18 Meter Arbeitsbreite, ausgestattet mit 24 Körpern, die im Reihenabstand von 75 cm so rasant schnell Korn für Korn ins Saatbett fallen lassen, das am Ende des Tages 200 ha und mehr zu Buche stehen.

Wie viele Maschinen für das Unternehmen unterwegs sind, vermag der Firmenchef aus dem Stehgreif gar nicht zu sagen. Über 60 Schlepper, sechs Mähdrescher, etliche Drillmaschinen, Rübenroder, Bodenbearbeitungsgeräte, Spezialstreuer, Pressen, Mulcher, Holzhacker, „es müssen weit über 150 sein“,  hört der Jubilar irgendwann auf zu zählen.

Bei Blunk kann das gesamte Programm gebucht werden, mit einer Ausnahme: Der Kartoffelanbau war in Mecklenburg-Vorpommern in den letzten Jahren so rückläufig, dass es sich einfach nicht mehr lohnt entsprechende Technik vorzuhalten. Das bekommen die wenigen verbliebenen Anbaubetriebe selbst hin, heißt es in der Lalendorfer Firmenzentrale. Die wird übrigens demnächst umziehen. Der Grundstein  für das hochmoderne Bürogebäude ist auf dem Lalendorfer Firmengelände bereits gelegt. Die bislang genutzten Räume werden für die weitere technische Ausrüstung benötigt.

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