Jubiläum 25 Jahre Bauernverband MV

07.04.2016

© BV MV, Archiv

Immer für eine Überraschung gut: Auf einer Veranstaltung in Berlin Anfang der 1990er Jahre tauchte Harald Röpke mit einer Kuhglocke als Instrument für Ordnungsrufe auf und versetzte damit auch den damaligen Bundesagrarminister Ignaz Kiechle in Erstaunen.

Am 8. April würdigt der Bauernverband Mecklenburg-Vorpommern mit einem Bauerntag und einer Festveranstaltung in Neubrandenburg das 25-jährige Bestehen der berufsständischen Interessenvertretung. Die Geschichte des Bauernverbandes Mecklenburg-Vorpommern begann am 9. Oktober 1990 mit der Gründung des Hauptausschusses der Agrarverbände und der Wahl des selbstständigen Landwirtes Harald Röpke aus Löcknitz zu dessen Vorsitzenden. Je 16 Vertreter aus Genossenschaftsverband, Bauernverband und Privatlandwirteverband saßen damals an einem Tisch, um die Fusion vorzubereiten.

 

Historischer Tag in Neubrandenburg


Am 22. März 1991 war es dann soweit. In Neubrandenburg vereinigten sich auf dem 1. Landesbauerntag der Genossenschaftsverband der LPG und GPG, der Landesbauernverband und der Mecklenburgische Bauernverband zum Bauernverband Mecklenburg-Vorpommern e. V. Damit war der erste ostdeutsche Bauernverband entstanden, in dem alle Teile der Bauernschaft gleichberechtigt zusammenwirken. Mit nur zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung hatten 159 Abgesandte des Berufsstandes, Mitglieder des Mecklenburgischen-, des Landesbauern- und des Genossenschaftsverbandes der Gründung eines einheitlichen Bauernverbandes für Mecklenburg-Vorpommern zugestimmt, der 15 Regionalverbände und 26 assoziierte Fachverbände vereint und in dem zirka 70 % der landwirtschaftlichen Haupterwerbsbetriebe organisiert sind. Von Anfang an lautete die Maxime des Bauernverbandes Mecklenburg-Vorpommern „Einheit in der Vielfalt und mit einer Stimme gegenüber der Politik“.  


Erster Präsident des Bauernverbandes Mecklenburg-Vorpommern war Harald Röpke. Ihm zur Seite standen die Vizepräsidenten Ernst Theile und Albert Jaenicke. Wolfgang Jaeger übernahm den Posten des Hauptgeschäftsführers. Im Jahr 1994 wurde Harald Röpke dann auch das Amt des ersten ostdeutschen Vizepräsidenten des Deutschen Bauernverbandes (DBV) zuteil. Innerhalb des DBV leitete er den Ausschuss Deutsche Einheit. 1997 und von 1998 bis 2006 führten Dr. Albert Rudolphi und Gerd-Heinrich Kröchert den Verband und repräsentierten den Berufsstand auf Landes- und Bundesebene bei wichtigen agrarpolitischen Entscheidungen, wie beispielsweise zur „Agenda 2000“. Auf Gerd-Heinrich Kröchert folgte Rainer Tietböhl, der bis zum 8. April 2016 das Präsidentenamt innehat. Nach rund zehn Jahren an der Spitze des Verbandes hat Rainer Tietböhl für sich die Entscheidung getroffen, nicht mehr zur Wahl anzutreten. Er möchte das Feld Jüngeren überlassen.


Am Vormittag des 8. April entscheiden die 131 Delegierten im internen Teil des Bauerntages in Neubrandenburg, wer ihre berufsständischen Interessen in den kommenden vier Jahren vertritt. Bevor um 14 Uhr die Festveranstaltung zum 25-jährigen Jubiläum des Bauernverbandes Mecklenburg-Vorpommern im Saal des Hauses der Kultur und Bildung (HKB) beginnt, wird der neu gewählte Bauernpräsident den Medienvertretern in einer Pressekonferenz Rede und Antwort stehen.

 

Viele Gratulanten und prominente Festredner


Eingeladen sind Männer und Frauen der ersten Stunde aus dem Berufsstand sowie Weggefährten und Unterstützer aus Verwaltung und Politik. Zu den Gratulanten und Festrednern gehören Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering, DBV-Präsident Joachim Rukwied, Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Till Backhaus sowie Verbandsurgestein und Ehrenmitglied Wolfgang Jaeger. Verdiente Landwirte werden an dem Tag mit der „Ehrennadel des Bauernverbandes Mecklenburg-Vorpommern“ geehrt. Mit einem Bauernball in den Abendstunden klingt das Jubiläum aus.

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