Jagdbericht: Sehr gute Strecke bei Schwarzwild

02.07.2018

© Sabine Rübensaat

Schwerin. Die Jäger im Land haben im Jagdjahr 2017/2018 genau 85.949 Stücken Schwarzwild erlegt und damit das angepeilte Streckenergebnis von 80.000 Wildschweinen übertroffen. Das teilte der für die Jagd zuständige Agrarminister Till Backhaus bei der Vorstellung des Jagdberichtes in Schwerin mit.



Großen Anteil an dem Ergebnis hat das am 1. Dezember 2017 in Kraft getretene „Schwarzwildmaßnahmenpaket“. Der Landtag hatte das mit 2 Mio. € ausgestattete Programm beschlossen, um den seit etwa zehn Jahren ansteigenden Wildschweinbestand angesichts des Einschleppungs­risikos der Afrikanischen Schweinepest (ASP) aus östlichen Nachbarländern zu reduzieren. Neben Festlegungen zum Aussetzen des Drückjagdverbotes, des Jagdverbotes in Schutzgebieten und zur Aufhebung der Jagdbeschränkungen für Bachen ohne gestreifte Frischlinge und geringgewichtige Jungwildschweine enthält das Paket auch finanzielle Anreize für die Jäger. Für jedes erlegte Wildschwein werden 25 € als Entschädigung für den Mehraufwand und Einsatz ausgebildeter Jagdhunde bei der Schwarzwildjagd durch private und kommunale Jagdausübungsberechtigte ausgezahlt. Die sogenannte Pürzel-
prämie sei stark in Anspruch genommen worden, teilte Backhaus mit. Vom 1. Dezember 2017 bis zum 15. Juni 2018 wurden 27.484 Schwarzwildabschüsse und 1.349 Hundeeinsätze abgerechnet. Die Landesforstanstalt hat 6.090 Anträge bearbeitet und 720.825 € an die beteiligten Jäger ausgezahlt.



Bislang gebe es in Mecklenburg-Vorpommern keine Anzeichen für die Einschleppung der ASP, sagte der Minister. Das Friedrich-Loeffler-Institut für Tiergesundheit in Greifswald schätze die Gefahr der Einschleppung über Tiertransporte, virusbehaftete Kleidung oder schweinefleischhaltigen Proviant aus dem Ausland allerdings nach wie vor sehr hoch ein. Das Aufwandsentschädigungsprogramm soll zunächst bis zum 31. März 2019 fortgeführt werden. Eine nachhaltige Bestandsreduzierung der Schwarzwildpopulation sei, so Backhaus, allerdings erst nach einigen Jahren intensiver Bejagung zu erwarten. 

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