Hektarpreis 2016 leicht rückläufig

09.11.2017

© Gerd Rinas

Für den Kauf eines Hektars landwirtschaftlicher Fläche ohne Gebäude und Inventar mussten 2016 in Mecklenburg-Vorpommern durchschnittlich 19 607 € bezahlt werden. Damit verringerte sich der Hektarkaufpreis erstmals seit 1991 gegenüber einem Vorjahr leicht (2015: 20 107 €), lag aber immer noch deutlich über den Preisen in den Jahren zuvor. Das geht aus dem Bericht „Kaufwerte für landwirtschaftliche Grundstücke in Mecklenburg-Vorpommern“ des Statistischen Amtes MV hervor.


1991 kostete ein Hektar LF im Land durchschnittlich umgerechnet 2 194 €. 2005 wurden bereits durchschnittlich 4 306 €/ha LF fällig. In den Folgejahren stieg der Verkaufspreis rasant an, 2010 auf  9 187 und ein Jahr später auf 11 789 €/ha. Bereits 2013 wurden durchschnittlich 14 255 und im Jahr darauf 17 539 €/ha LF gezahlt.


Der Umfang der veräußerten Fläche nahm 2016 gegenüber dem Vorjahr deutlich ab. Wechselten 2015 insgesamt 15 587 ha LF den Besitzer, so waren es im vorigen Jahr noch 10 596 ha. Damit setzt sich die Tendenz fort, die auf dem Bodenmarkt in Mecklenburg-Vorpommern seit 2011 kontinuierlich anhält: Wurden in jenem Jahr noch insgesamt 22 805 ha LF veräußert, ging der Umfang der Flächenverkäufe im Folgejahr auf 18 615 ha LF zurück. Seitdem sinken die Verkaufszahlen. Gegenüber dem Jahr 2000, als insgesamt 32 223 ha LF den Besitzer wechselten, hat sich der Verkauf im vorigen Jahr mehr als halbiert.


Wie schon in den Vorjahren war auch 2016 die Zahl der vom Statistischen Amt erfassten Veräußerungsfälle rückläufig. 1 555 Verkäufe bedeuten gegenüber 2015 ein Minus von 244 bzw. 15,7 %. Dies ist der deutlichste Rückgang im Vergleich zu einem Vorjahr seit vielen Jahren.


2016 wechselten 10 596 ha landwirtschaftliche Grundstücke im Gesamtwert von 207,7 Mio. € den Besitzer. Das ist zweifellos eine gewaltige Summe. Sie bleibt allerdings erstmals seit 2013 wieder hinter dem Verkaufsvolumen des Vorjahres zurück: 2015 fanden 15 587 ha LF für 313,4 Mio. € im Land neue Eigentümer.  Damit erreichte der statistisch erfasste ­Bodenmarkt in Mecklenburg-Vorpommern seit der deutschen ­Wiedervereinigung 2015 finanziell offenbar seinen vorläufigen Höhepunkt.


Laut Statistischem Amt nahm der Flächenumfang je Veräußerungsfall im vorigen Jahr erneut ab. Wechselten 2015 durchschnittlich 8,66 ha LF je Veräußerungsfall den Besitzer, waren es 2016 noch 6,81 ha. Seit dem Jahr 2011, als durchschnittlich jeweils 10,98 ha auf einen Schlag verkauft wurden, nimmt der Flächenumfang je Veräußerungsfall tendenziell ab.


Gleiches gilt, wenn auch in vergleichsweise geringem Umfang, für die durchschnittlichen Ertragsmesszahlen der gehandelten landwirtschaftlichen Grundstücke. Für 2016 weist der Bericht des Statistischen Amtes einen Wert von 38,42 gegenüber 38,80 im Jahr 2015 je veräußertem Hektar aus.

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