Hagelgilde: Weniger Schäden

12.10.2016

© Hagelgilde

Unwetter sorgten am 28. August für Schäden in Maisbeständen. Hagelkörner groß wie Tennisbälle gingen Ende August in Lüblow bei Ludwigslust nieder.

Die Hagelgilde, in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und dem nördlichen Brandenburg tätige Spezialversicherung für den Pflanzenbau, zieht eine positive Bilanz des aktuellen Schadensjahres. Nach eigenen Angaben blieb der Bestand an versicherter Fläche annähernd gleich. Über 3 000 Betriebe sichern ihrer Ernte bei der Hagelgilde ab. Aufgrund der zurückgegangenen Preise an den Getreide- und Rapsmärkten, dem veränderten Anbau-Mix sowie schwacher Ertragserwartungen verringerte sich die Gesamtversicherungssumme deutlich.


Bisher wurden 226 Schäden (Vorjahr 405) angemeldet, wovon 139 über der geringen Schadens-einstiegsgrenze von fünf Prozent lagen. Die Höhe der ausbezahlten Schäden liegt bei 1,35 Mio. €. Hagelschäden entstanden an 24 Schadenstagen auf über 4 100 ha LF. Am 31. Mai zogen Hagelschauer über das westliche Mecklenburg-Vorpommern. Hier wurden Flächen mit Raps, Mais und Zuckerrüben teilweise stark geschädigt. Von zwölf Schadensmeldungen waren sechs entschädigungswürdig. Im ansonsten schadensstarken Juni wurden nur 43 Schäden angemeldet. In Mecklenburg-Vorpommern waren die Regionen Ludwiglust-Parchim und Müritz betroffen.


Der Juli war erneut besonders schadensträchtig. Schon am 2. und 3. des Monats wurden Schäden im Weizen und im beinahe erntereifen Raps gemeldet. Der Schwerpunkt lag zwischen Rostock und Demmin. 19 Schadensmeldungen gingen allein am 5. Juli aus dem östlichen Mecklenburg-Vorpommern ein. Vor allem erntereifer Raps auf Rügen sowie zwischen Neubrandenburg, Teterow und Grimmen war betroffen. Insgesamt wurden über 500 000 € ausgezahlt.


Am 28. August zog nach mehreren sonnigen und sehr warmen Tagen eine Gewitterfront quer übers Geschäftsgebiet. Es wurden Restflächen mit Getreide, aber auch Zuckerrüben und Silomais im südwestlichen Mecklenburg-Vorpommern betroffen. Hier erreichten die Hagelkörner teilweise die Größe von Tischtennisbällen. 2016 gab es weniger Schäden als im 30-jährigen Durchschnitt. Durch den relativ günstigen Schadensverlauf sinke die Prämie, und den Mitgliedern könne, so die Hagelgilde, weiter ein sehr attraktiver Versicherungsbeitrag geboten werden. Gleichzeitig können die Rücklagen erhöht werden. Die Hagelgilde ist bundesweit flächenmäßig der viertgrößte Hagelversicherer. Als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit arbeitet sie ohne Gewinnstreben.

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