Hagelgilde: Guter Geschäftsverlauf 2015

06.01.2016

© Hagelgilde

Schätzer Peter Reck und Franz Barske bei der Schadensfeststellung nach einem Hagelschlag in einem Rapsbestand.

Die Hagelgilde zeigt sich mit dem Verlauf des Geschäftsjahres 2015 sehr zufrieden. Der Versicherungsbestand hat sich weiter erhöht. Die versicherte Fläche erreicht rund 446 000 ha, teilt der Versicherer mit. Die Flächen verteilen sich auf 6 950 Verträge von 3 055 Mitgliedern bzw. Versicherungsnehmern. Bedingt durch den anhaltenden Preisdruck an den Agrarmärkten sank mit den Marktpreisen für Getreide und Raps auch die Gesamt-Versicherungssumme (errechnet sich aus Marktpreisen, Ertrag und der versicherten Fläche) von 749 Mio. € auf knapp 725 Mio. €. Erfreulich für die Mitglieder sei, dass auch die Prämieneinnahme gesunken ist, sodass der Versicherungsschutz weiterhin zu sehr günstigen Konditionen angeboten werden kann, so die Hagelgilde. Für das Geschäftsjahr 2015 gingen 405 Schadensanmeldungen ein. Ein Teil der Schäden erreichte die Schadenseinstiegsgrenze (fünf Prozent Schadensquote) nicht. 230 Schadensfälle mit Gesamtauszahlungen von knapp 2,8 Mio. € an die betroffenen Mitgliedsbetriebe sind abgeschlossen. Dabei wurden Schäden an Kulturen auf 7 642 ha Fläche entschädigt.


Der erste Schaden wurde am 26. April in Mecklenburg-Vorpommern im Winterraps gemeldet. Im Mai trafen 158 Schadensmeldungen ein, gleich mehrere am 5. Mai (Tornado in Bützow). In den Vorbesichtigungen wurden vor allem Trieb-Abschläge im Raps aufgenommen. Bereits eine Woche später gab es erneut zahlreiche Schadensmeldungen, besonders nahe Güstrow und Teterow. Hier waren vor allem Rapsschläge in der Vollblüte sowie Gersten- und Weizenbestände betroffen. Am 30. Mai führte Hagel zu Schäden in Raps, Getreide, Erdbeeren und Kartoffeln. Die regional auftretenden Schauer verteilten sich über Gebiete im östlichen Schleswig-Holstein und westlichen Mecklenburg-Vorpommern. Der Juni verlief mit fünf Schadensmeldungen sehr ruhig. Hauptschadenstag 2015 war der 29. Juli. Hagelschauer zogen sich – ohne Unwetterwarnung – von der Westküste Schleswig-Holsteins bis Usedom. Letzter Schadenstag war der 15. September mit Verlusten im Mais und in aufgelaufenen Rapsbeständen.

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