Grandioser Auftritt

19.08.2015

© Jutta Wego

Erster Drei-Sterne-Sieg: Der 24-jährige Paul Wiktor aus Trent auf Rügen ließ mit dem neunjährigen Schimmel Capelius S im Großen Preis von Lübzer der Konkurrenz keine Chance.

Hochklassigen Sport und eine exklusive Show erlebten kürzlich die Besucher der 25. „Pferd“ in Mühlengeez. Im Großen Preis von Lübzer trug sich ein neuer Reiter in die Siegerliste ein. Nach beeindruckender Vorstellung kam Paul Wiktor aus Trent von der Insel Rügen auf Platz eins. Der 24-Jährige ist als Bereiter in Trainingsgemeinschaft mit dem dreifachen Derbysieger André Thieme, Plau, auf der Reitanlage von Sonja Osterberg in Karow tätig. Er startete mit dem neunjährigen Capelius S, einem Pferd aus dem Beritt von André Thieme. Als erster Starter beendete er die Siegerrunde mit einem schnellen fehlerfreien Ritt, an dem die prominente Konkurrenz nicht vorbei kam.

 

Reit-Einmaleins bei der Oma gelernt


Die nachfolgenden Reiter patzten, darunter Landesmeister André Plath, Poel, mit AFP’s Cosmic Blue (3. Platz) und Heiko Schmidt, Neu Benthen, mit dem gekörten Hengst Chap (4. Platz). Als Letzter betrat Jörg Möller, Garlitz, mit dem zehnjährigen Dark Dream den bestens präparierten Rasen. Gerade erst mit einem S-Sieg aus dem niedersächsischen Basthorst zurückgekehrt, gelang ihm die zweite fehlerfreie Runde. Möller fehlten 0,45 Sekunden zum Sieg. Damit gewann Paul Wiktor sein erstes Drei-Sterne-Springen, Jörg Möller wurde Zweiter. Im vorigen Jahr konnte Paul Wiktor aus der Hand des Reiterverbandspräsidenten Dr. Burkhard Dittmann an gleicher Stelle das „Goldene Reitabzeichen“ für zehn S-Siege entgegen nehmen.


„Ich reite Capelius schon eine Weile für André. Ein tolles Pferd, mit dem ich in diesem Jahr etliche Platzierungen hatte. Dieser Drei-Sterne-Sieg, zumal mein erster, übertrifft natürlich alles, und ich freue mich sehr – auch für André“ sagte Paul Wiktor, der das Einmaleins des Reitsports bei seiner Oma Margitta Wiktor in Zubzow bei Trent erlernt hat.


Im BSC-Championat, einem Zwei-Sterne S-Springen, wurde Paul Wiktor Vierter mit Colonia. Dieses Springen gewann die Schwedin Denise Svensson mit Linus, die im Reitstall Schmidt (Neu Benthen) als Bereiterin arbeitet.

Nationenpreisreiter Thomas Voß, Schülp, Schleswig-Holstein, wurde auf Wat nu Zweiter vor Thomas Kleis, Gadebusch, auf Quidam’s Caprive M. Das erste Springen der Großen Tour am Freitag hat Philipp Makowei, Gadebusch, auf der 12-jährigen Stute Balouna Windana gewonnen. Sein Schwager Thomas Kleis, in dessen Reitstall Philipp tätig ist, versuchte ihm auf AFP’s Questa Vittoria den Sieg zwar noch streitig zu machen, musste jedoch mit dem zweiten Platz zufrieden sein. Das Finale der Mittleren Tour, ein S*-Punktespringen, ging an Lars Köhler, Rügen, auf Woody vom Königsstuhl Ranzow.

 

Christina Thieme erfolgreich


Auf dem Dressurviereck war die frisch gekürte Landesmeisterin Christina Thieme, Redefin, das Maß der Dinge. Die 35-jährige Lehramtsinhaberin und Schwester von André Thieme hatte bereits die S-Dressur (Aufgabe S3) auf dem zehnjährigen von Vater Michael Thieme ausgebildeten De Niro-Sohn Dozent gewonnen und fügte ihrem Erfolgskonto später noch S-Sieg Nummer 12 und 13 hinzu. Während bei der S-Dressur Julia Marrancone, Fehmarn, mit Coldplay bei der Siegerehrung neben ihr stand, war es im später folgenden Prix Sankt Georg der Lübecker Jörg Bongardt mit dem bereits 17-jährigen Trakehner Repertoire. In der Intermediaire I-Kür gab es keinen Zweifel am Sieg von Christina Thieme und ihrem Dozent, der ihr vom Ehepaar Heidenreiche aus Adendorf, Niedersachsen, langjährige Freude der Familie ­Thieme, zur Verfügung gestellt wurde.


Eine Show der Superlative unter dem Titel „Avantgarde“ mit Reitern auf andalusischen Pferden und Tänzern hielt die Besucher in Atem. Agility-Wettbewerbe mit 80 Hunden sorgten für zusätzliche Highlights. „Wir sind sehr zufrieden mit der Veranstaltung – trotz Strandwetter und Hanse Sail kamen 4 500 Besucher zu uns“, sagte Projekt- und Turnierleiterin Christin Weinhold.

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