Geflügelhaltung: Projekt gegen das Federpicken

04.11.2016

Hühnerstall © Sabine Rübensaat

Schwerin. In der Bio-Frischei Zernke GmbH, Lärz, Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, startete das Projekt „Bio-Ei“ zur Verbesserung des Tierwohls und der -gesundheit im Hühnerstall. Getestet wird ein neuartiges Fütterungssystem, das die Tiere beschäftigen und ausgewogen ernähren soll, teilte das Agrarministerium mit. Vor allem gehe es darum, Federpicken und Kannibalismus einzuschränken, was auch in der ökologischen Legehennenhaltung mit ausreichend Auslauf, Platz und Scharrmaterialien anzutreffen ist.



Dafür wurde ein Raufuttervorlagesystem konstruiert, bei dem durch ein Rohrsystem mit Öffnungen mehrmals täglich für ­wenige Sekunden Futter (Silage aus Mais und Leguminosen, Larvenmehl und Industriehanf) in den Stall rieselt. Um die Fallhöhe der Silage zu verringern und die Verschmutzung des Federkleids zu vermeiden, werden Fallrohre mit mehreren Öffnungen eingesetzt, die bis dicht über den Stallboden reichen. Projektkoordinator ist die LMS Agrarberatung. Das Ministerium fördert das Vorhaben mit 389 000 €. Das Projekt, das bis Mitte 2019 läuft, ist Teil der „Innovationspartnerschaft Produktivität und Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft (EIP-AGRI)“. Die Fördermaßnahme wird erstmals im ELER-Programm 2014-2020 angeboten.

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