EU-Schulernährungsprogramm gestartet

22.11.2017

© Sabine Rübensaat

Der Startschuss für das neue EU-Schulernährungsprogramm ist Anfang Oktober gefallen. In der „Stadtschule am Mühlenteich“ in Hagenow besuchten Landwirtschaftsminister Till Backhaus und Bauernverbandspräsident Detlef Kurreck im Oktober die Schüler der Grundschule, um ihnen und ihren Lehrern die frohe Botschaft zu überbringen. Ab dem Schuljahr 2017/18 bis 2023 nimmt MV am neuen EU-Programm teil, das die bisherigen Programme Schulobst und Schulmilch zusammenfasst und nun auch pädagogische Begleitmaßnahmen einschließt. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft erklärt: „Das europäische Schulmilchprogramm soll Kinder und Jugendliche zu einer ausgewogenen Ernährung auch mit Milchprodukten anregen, ihr Wissen über Ernährung vertiefen und damit Übergewicht vorbeugen.“


Rund 130 Grund- und Förderschulen mit fast 19 000 Schülern hatten sich dafür beworben. Nun erhalten die sechs- bis zehnjährigen Kinder der teilnehmenden Schulen kostenlos einmal in der Woche eine Portion Vollmilch ohne Zusätze und eine Portion regionales Obst oder Gemüse. Flankierend dazu können die Jungen und Mädchen gemeinsam mit ihren Lehrern Wissenswertes über die heimische Landwirtschaft und gesunde Ernährung erfahren. Programmpartner dafür sind der Bauernverband Mecklenburg-Vorpommern mit seinen Kreisbauernverbänden, der Landfrauenverband MV, die Landjugend MV und die Vernetzungsstelle für Schulverpflegung MV.


Die Schulen erhalten nicht nur Informationsmaterial, sondern können sich zum Beispiel direkt vor Ort auf einem Landwirtschaftsbetrieb ein Bild von der landwirtschaftlichen Produktion machen. In der jeweils dreistündigen Lerneinheit „Schule auf dem Bauernhof“ geht es vor allem darum, Landwirtschaft, Natur und Umwelt für die Kinder erlebbar zu machen. Bei „Mit der Kuh auf du und du“ werden den Schülern beispielsweise die Arbeitsprozesse in einem Milchviehbetrieb erklärt oder der „Weg vom Korn zum Müsli“ gezeigt. Dadurch erlernen sie durch direkte Beobachtung und Mitarbeit, woher unsere Nahrungsmittel kommen und wie sie hergestellt werden. In den zweistündigen Lerneinheiten zur Ernährungsbildung lernen die Grundschüler Wissenswertes über die gesunde Ernährung, die Herstellung und Zubereitung sowie den Umgang mit unseren Lebensmitteln. In verschiedenen Unterrichtseinheiten geht es nicht nur um die Vermittlung von Fakten, sondern auch um praktisches Erleben. Bei dem Themenschwerpunkt „So ein Käse – von der Kuh auf die Stulle“ arbeiten die Kinder mit einem Arbeitsblatt zum Thema Milch, lernen wo diese in der Ernährungspyramide steht und wo die Milch eigentlich herkommt. Zusätzlich können die Mädchen und Jungen selbst Naturjoghurt mit Früchten oder Quark mit Kräutern herstellen.


Weitere Lerneinheiten können von den Schulen ausgewählt werden. So gibt es auch „Das Gold des Nordens – wie aus Raps Öl wird“, „Die Vielfalt machts – gesunde Ernährung mit Produkten vom Bauern“ oder „Zu gut für die Tonne – wie können wir Lebensmittelverschwendung vermeiden“. Das Interesse am Schulmilchprogramm und an den pädagogischen Angeboten ist groß. „Wir freuen uns, dass die Schüler und die Lehrer der Grundschulen in MV sehr daran interessiert sind, zu erfahren, wo unsere Lebensmittel produziert werden und wie die heimische Landwirtschaft arbeitet“, erklärt Bauernverbandspräsident Detlef Kurreck.

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