Erste Ernteeinschätzung

01.08.2018

© Gerd Rinas

Rapsernte bei Bützow, Mecklenburg-Vorpommern. Nach der ersten Ernteeinschätzung ist bei Winterraps 2018 landesweit mit einem Durchschnittsertrag von 26,8 dt/ha zu rechnen. Gegenüber dem schlechten Ergebnis von 2017 ist das noch einmal ein Rückgang um 2,9 dt/ha und im Vergleich zum Sechs-Jahres-Mittel 2012 - 2017 ein Ertragsausfall von 28 %. Basis der ersten Ernteeinschätzung sind Angaben von rund 500 Landwirten.

Die Landwirte im Land ernten in diesem Jahr voraussichtlich ein Viertel bis ein Drittel weniger Getreide und Raps als im Durchschnitt der sechs Jahre 2012 -2017. Das geht aus der ersten Ernteeinschätzung hervor, die das Statistische Amt MV am Dienstag veröffentlichte.

 

Danach sind bei Wintergerste im Landesdurchschnitt 53,3 dt/ha zu erwarten. Der Sechs-Jahres-Durchschnitt liegt bei 75,7 dt/ha. 2017 lag das Mittel bei sehr guten 79,1 dt/ha. Die Ernteeinbußen betragen um 30 % .

 

Bei Winterweizen ist mit einem Durchschnittsertrag von 62,5 dt/ha zu rechnen. Im Vorjahr wurden 75,1 dt/ha geerntet. Bei Roggen liegt der erste geschätzte Ertrag bei 42 dt/ha. Gegenüber dem Vorjahr ist ein Rückgang von 21 % zu verzeichnen. Das vorläufige Ergebnis 2018 bei Triticale liegt bei 44,3 dt/ha. Gegenüber dem Sechs-Jahres-Mittel stellt das einen Rückgang des Ertrages um 20 % dar.

 

Viele Landwirte haben auf Grund der ungünstigen Witterungsbedingungen und mangelnden Befahrbarkeit der Ackerflächen im vergangenen Herbst im Frühjahr Sommerkulturen angebaut. Der Ertrag bei Sommerweizen liegt nach der ersten Schätzung aber nur bei 38,8 dt/ha, gegenüber dem Sechs-Jahres-Durchschnitt ist das ein Rückgang von 22 %. Sommergerste wird mit 37,7 dt/ha geschätzt, was gegenüber dem Vorjahr ein Minus von 49,1 dt/ha bzw. 23 % bedeutet. Der Ertrag bei Hafer ist ebenfalls nicht zufriedenstellend, es werden voraussichtlich nur 32,1 dt/ha geerntet. Im Vorjahr lag das Ergebnis bei 43,3 dt/ha.

 

2018 wird auch für den Winterraps ein sehr schlechtes Jahr. Der Sechs-Jahres-Durchschnitt liegt bei 37,3 dt/ha. Wurden 2017 lediglich 29,7 dt/ha geerntet, so liegt die erste Ernteeinschätzung jetzt bei 26,8 dt/ha. Gegenüber 2012 - 2017 ist das ein Ertragsausfall von 28 %. Basis der ersten Ernteeinschätzung sind Angaben von rund 500 Landwirten landesweit.

 

Die Getreideernte insgesamt könnte nach den Berechnungen des Statistischen Amtes in diesem Jahr bei 3 Mio. t liegen, das wären 23 % unter dem Ergebnis des Vorjahres und 26 % unter dem Sechs-Jahres-Durchschnitt. Die Situation beim Raps ist vergleichbar. Hier ist eine Erntemenge von 527 000 t zu erwarten. Der Sechs-Jahres-Durchschnitt liegt bei 865 500 t. 2017 wurden bei dieser Kultur 668 300 t geerntet. Im Vergleich zum Sechs-Jahres-Durchschnitt beträgt das Minus in der Erntemenge 39 % und zum Vorjahresergebnis 21 %.

 

Als Ursachen für die erheblichen Ertragseinbußen werden extreme Feuchtigkeit im Herbst, Starkfrost im Februar, Schnee und Kälte bis Ostern sowie die andauernde extreme Trockenheit genannt.

 

 

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