Erste Erfahrungen ausgetauscht

02.07.2015

© LFA

Bei der Beraterschulung in der Saatzucht Steinach in Bocksee.

Im Verbundvorhaben „Modellhaftes Demonstrationsnetzwerk zu Anbau und Verwertung von Lupinen“ arbeiten unter Leitung der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei MV Verbundpartner der fünf norddeutschen Bundesländer und der LMS Agrarberatung sowie weitere Kompetenzstandorte und Praxisbetriebe zusammen. Vor dem Hintergrund der Eiweißpflanzenstrategie sollen mit dem Netzwerk die Ausweitung des Lupinenanbaus und die Verwertung unterstützt und regionale Wertschöpfungsketten entwickelt werden.

 

Standorte: In den norddeutschen Ländern beteiligen sich bisher 22 „Leuchtturmbetriebe“ an dem Verbundvorhaben.

 

 

 

 

 

 

Wichtiger Bestandteil des Projekts sind die „Leuchtturmbetriebe“, auf denen aktuelle Erkenntnisse aus der Forschung in die Praxis umgesetzt werden. Bisher konnten 22 Betriebe – davon zehn ökologisch und zwölf konventionell wirtschaftend – im Lupinen-Netzwerk integriert werden. Auf den Betrieben wird der Lupinenanbau zu Schwerpunkten wie Sortenwahl, Saatgutimpfung, Saatstärke, -technik, Unkrautbekämpfung und Pflanzenschutz demonstriert. Bei den Lupinenfeldtagen der letzten Wochen konnten interessierte Landwirte bereits Erfahrungen austauschen. Hinweise und Informationen zum Anbau erhielten die Teilnehmer bei der Feldbegehung der Lupinenflächen mit Experten der Projektpartner (z. B. Saatzucht Steinach, Gesellschaft zur Förderung der Lupine e. V., Julius-Kühn-Institut Groß-Lüsewitz).


Generell sind die Lupinen  von einem kalten Frühjahr und gebietsabhängig von Trockenstress  betroffen. Für einige Landwirte gestaltete sich die Beschaffung des Saatgutes schwierig, da die erhöhte Nachfrage aufgrund von Greening sowie Agrar-Umweltmaßnahmen zu Lieferengpässen führte. Hiermit sei an die rechtzeitige Bestellung des Saatgutes für 2016 erinnert.


Die Produktveredelung der Lupinen für die Humanernährung wurde durch die Prolupin GmbH in Grimmen an einem „Tag der offenen Tür“ veranschaulicht. Weitere Demonstrationen zu Anbau, Aufbereitung und Verwertung von Lupinen in der Tierhaltung (Milchkuh, Legehennen, Schwein) sowie für die Humanernährung sind bei künftigen Feld- und Hoftagen geplant. Zeitnahe Termine von Feldtagen, wie am 15. Juli in 17179 Finkenthal, finden Interessenten auf www.lfamv.de (Lupinen-Netzwerk).


Interessierte Landwirte sind weiterhin aufgerufen, sich mit ihrem Betrieb am Lupinen-Netzwerk zu beteiligen. Wir möchten vor allem Landwirte mit der Wertschöpfungskette Lupinen in der Schweinefütterung zur Teilnahme als sogenannte Datenerfassungsbetriebe ermutigen, um produktionstechnische und ökonomische Praxisdaten zu erheben und die Ökosystemleistungen des Lupinenanbaus in diesen Betrieben zu untersuchen. Durch standortangepasste und betriebswirtschaftliche Empfehlungen seitens der Züchtungs-, Forschungs- und Beratungseinrichtungen werden Landwirte zu Anbau und Verwertung der Lupinen beraten, und es werden Kontakte zu gewünschten Kooperationspartnern hergestellt.


Im Lupinen-Netzwerk konnten bereits Forschungsprojekte integriert und Kooperationspartner entlang der Wertschöpfungsketten gefunden werden. Wir laden neben Landwirten Vertreter der Verarbeitungsindustrie und des Handels, Akteure aller Lupinenkompetenzen  sowie Interessenten zur Teilnahme im Netzwerk und zum Wissenstransfer zur Lupine ein. Deren Verwertungspotenzial in Ackerbau, Tierhaltung und für die menschliche Ernährung oder in der verarbeitenden Industrie bietet Unternehmen zahlreiche Ansatzpunkte, mitzuwirken. Die Laufzeit des Verbundvorhabes geht vom 1. Oktober 2014 bis zum 31. Dezember 2017.          


Kontakt: Dr. agr. Annett Gefrom, Tel. (0 38 43) 7 89-203, Fax (0 38 43) 7 89-111, a.gefrom@remove-this.lfa.mvnet.de; www.lfamv.de ; www.lupinen-netzwerk.de

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr