Ernte: Gerste wohl über dem Durchschnitt

04.08.2017

© Sabine Rübensaat

Trotz schwieriger Witterungsbedingungen haben die Landwirte bei der Ernte der Wintergerste vergleichsweise gute Ergebnisse erzielt. Wie das Statistische Amt  MV in seiner ersten Ernteeinschätzung mitteilte, konnte die Wintergerste zumeist noch vor dem großen Regen bei akzeptabler Qualität eingebracht werden. Nach vorläufigen Angaben übertrifft der Ertrag mit 76 dt/ha den sechsjährigen Durchschnitt von 72 dt.


Bei Winterweizen wird nach ersten Schätzungen mit rund 80 dt/ha, etwas mehr als im mehrjährigen Mittel, gerechnet. Für Roggen wird mit 57 dt/ha ein durchschnittliches Ertragsniveau erwartet. Gleiches trifft für Sommergerste und Hafer zu.


Die gesamte Getreideernte, die landesweit von knapp 560 000 ha zu bergen ist, dürfte 4,2 Mio t betragen und damit durchschnittlich sein. Das Endergebnis und seine Qualität hängen jedoch von einigen Unwägbarkeiten ab, wie der Befahrbarkeit der Felder, dem Witterungsverlauf, der Mähdruscheignung des Getreides, das zum Teil in Lager gegangen ist, Auswirkungen von Schädlingsbefall, Einhaltung von Qualitätsanforderungen an die Backqualität, Trocknungskosten vor dem Einlagern.


Die Rapsernte, die auf fast einem Fünftel des Ackerlandes bei entsprechender Witterungs in ­diesen Tagen beginnen sollte, könnte eine Hektarleistung von 38 dt bringen. Das entspricht einer Erntemenge von fast 0,9 Mio. t, die bei vergleichbarer Anbaufläche schon erreicht wurde. Allerdings melden Landwirte nässebedingte Qualitätsprobleme.

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