Ernte 2017

12.06.2017

© Gerd Rinas

Fast ausschließlich Winterraps steht auf 221 200 ha LF, etwa einem Fünftel der Ackerfläche.

Zur Ernte in diesem Sommer haben die Landwirte 568 300 ha Getreide zur Körnergewinnung angebaut. Das sind 2,4 % mehr als 2016. Außerdem stehen 221 200 ha Raps auf dem Halm. Diese Fläche ist etwas geringer als die im Vorjahr, teilte das Statistische Amt mit. 

 

Bessere Bedingungen zur Aussaat


Am Getreideanbau hat Winterweizen mit 362 500 ha, das sind fast zwei Drittel der Getreidefläche, den größten Anteil. Leicht rückläufig ist die Wintergerstenfläche mit 117 200 ha; damit ist sie um vier Prozent kleiner als 2016. Roggen wird von 54 400 ha zu bergen sein. Triticale hat sich erstmals seit Jahren im Anbau ausgedehnt und wächst auf 15 100 ha. Damit beläuft sich die Wintergetreidefläche auf 549 200 ha, 5,6 % mehr als im Vorjahr. Bessere Aussaat- und Wachstumsbedingungen als zur Bestellung des vorjährigen Getreides sind dafür eine wesentliche Ursache.


Demzufolge ging der Anbau von Sommergetreide im Jahresvergleich teils erheblich zurück. So werden die einzelnen Arten landesweit von nur 19 100 ha zu ernten sein, das sind gerade einmal 3,4 % der gesamten Getreidefläche. 2016 waren es 34 100 ha. Die größten Flächeneinbußen gibt es bei Sommergerste, deren Anbau sich auf 6 600 ha fast halbiert hat. Hafer und Körnermais hingegen hielten im Anbau weitgehend das Vorjahresniveau. Sommerweizen jedoch kommt mit 1 700 ha über die Rolle des Lückenbüßers für Winterweizen nicht hinaus.


Fast ausschließlich Winterraps blüht derzeit leuchtend gelb auf 221 200 ha und nimmt wiederum im Landesdurchschnitt ein gutes Fünftel des Ackerlandes ein.
Der Anbau von Silomais, unabhängig vom vorgesehenen Verwendungszweck als Viehfutter bzw. zur Vergärung in Biogasanlagen, entspricht mit 146 900 ha dem mehrjährigen Durchschnitt.

 

Kartoffelanbau nicht weiter rückläufig


Der Kartoffelanbau ist vorläufigen Angaben zufolge seit mehreren Jahren erstmals nicht rückläufig. Für die diesjährige Ernte wurden Knollen auf 12 700 ha gepflanzt. Zuckerrüben sind auf 21 900 ha zu roden, der kleinsten Fläche seit mehr als zehn Jahren.


Den genannten Anbauflächen liegen erste Meldungen von 550 Ernte- und Betriebsbericht­erstattern aus allen Regionen des ­Landes zugrunde. Dabei handelt es sich um eine Zufallsstich­probe. Flächenangaben aus der Bodennutzungshaupterhebung, die zu einem späteren Zeitpunkt vorliegen, können davon abweichen

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