Eichenprozessionsspinner

15.05.2013

 

 

Schwerin. Über Alleen und einzeln stehenden Eichen wurde von Montag bis heute im Landkreis Ludwigslust-Parchim mit einem Hubschrauber das Biozid Karate auf einer Fläche von knapp 400 ha ausgebracht. Der Einsatz diente der Bekämpfung der Larven des Eichenprozessionsspinners. Deren Nesselhaare können bei Menschen gesundheitliche Schäden verursachen, die sogar eine Behandlung im Krankenhaus notwendig machen. Im Landkreis hatte sich 2012 die Zahl der Befallsstellen sehr stark erhöht. Parallel dazu stieg die Anzahl der aufgenommen Krankheitsfälle an. „Wegen dieser besorgniserregenden Entwicklung bestand Handlungsbedarf“, begründete Verbraucherschutzminister Dr. Till Backhaus den Biozideinsatz. Genaueres über die Wirkung wisse man nach Ausbildung der Raupennester Ende Juni/Anfang Juli. Vor der Bekämpfung waren alle seit 2012 gemeldeten Befallsstandorte – mehr als 1.600 – vermessen worden. Sobald es der Laub­austrieb der Eichen erlaubt, soll die Maßnahme fortgesetzt werden. Angewendet werden sollen nun Fraßgifte, sodass ausreichend Blattfläche mit dem Biozid benetzt werden muss. Dabei handelt es sich um das biologische Biozid Dipel. Zur Wahl steht auch das regenfeste Dimilin. Der BUND MV hatte gegen den Einsatz des Biozids Karate Forst Widerspruch eingelegt. Das Breitbandinsektizid vernichte nicht nur die Raupen des Eichenprozessionsspinners, sondern nahezu alle Insekten im Lebensraum der Eiche. PI

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