Dürrehilfe: Anträge können gestellt werden

10.10.2018

© Sabine Rübensaat

Schwerin. Seit vorigen Dienstag können landwirtschaftliche Betriebe Anträge auf finanzielle Unterstützung aus dem Bund-Länder-Dürrehilfsprogramm stellen. Die Anträge auf anteiligen Schadensausgleich können bis zum 30. Oktober 2018 beim Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Westmecklenburg in Schwerin eingereicht werden. Die Unterlagen sind auf der Webseite des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt zugänglich. Ausgereicht werden in den kommenden Wochen Abschlagszahlungen in Höhe von 70 % des errechneten Schadensausgleichs. Anträge von Futterbau- und Öko-Betrieben werden prioritär bearbeitet, teilte das Agrarministerium mit.

 

Kritik an dem Antragsverfahren und der aufwändigen Nachweisführung wies Agrarminister Backhaus zurück: „Die Hilfen werden aus Steuergeldern beglichen, die nicht pauschal und ohne Nachweise verausgabt werden können. Der Bundesrechnungshof knüpft die Auszahlungen an strenge Kriterien.“ Voraussetzung für einen Teilausgleich witterungsbedingter Schäden sei die Existenzgefährdung des Antragstellers. Das setzt voraus, dass nicht nur ein erheblicher Schaden nachgewiesen wird, sondern auch, dass der Betrieb diesen Schaden nicht aus eigener Kraft mit vorhandenen Mitteln kompensieren kann. 

 

Bereits im August hatte Mecklenburg-Vorpommern Erleichterungen für dürrebetroffene Landwirte eingerichtet. Dazu gehörten die Stundung öffentlicher Darlehen – davon machten bislang sechs Betriebe Gebrauch –  und die Stundung der Pachtzahlungen – sie wurde von 46 Betrieben beantragt.

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