Das Ausbildungsjahr beginnt

21.08.2015

© Udo Zimmer, BV MV

Diesem Moment fiebern viele Auszubildende entgegen: Die erste Fahrt mit einem großen Schlepper.

In der Landwirtschaft ist Hochsaison, und jede helfende Hand wird gebraucht. Da kommen junge Menschen, die sich für eine Ausbildung entschieden haben, gerade recht. Viele Betriebe vereinbaren als Beginn den Monat August. So können die Jung-Azubis schon gehörig Erfahrungen auf dem Feld und im Stall sammeln, bis im September die Berufsschule ruft.Doch immer mehr Ausbildungsplätze bleiben leer. Geeignete und motivierte Schulabgänger zu finden fällt den Betrieben schwer.


Der Bauernverband Mecklenburg-Vorpommern unterstützt sie seit vielen Jahren mit bewährten und neuen Methoden. Momentan wird an einem Informationsmaterial zur Berufsausbildung gearbeitet. Neben all­gemeinen Angaben zur Berufsausbildung werden die Berufe Landwirt, Tierwirt, Fachkraft Agrarservice, Pflanzentechno­loge, Milchtechnologe und Milchwirtschaftlicher Laborant vorgestellt. Möglichkeiten zur Fort- und Weiterbildung und zum Studieren in Mecklenburg-Vorpommern runden das Angebot ab.


Auf dem 1. Platz steht bei den Bewerbern ohne Frage der Beruf Landwirt. Mit seinen drei Varianten bietet er für jeden Schulabgänger eine Chance. Jugendliche mit der „Berufsreife“ wählen in der Regel die klassische dreijährige Ausbildung. Wer mit einem guten Zeugnis und der „Mittleren Reife“ die Schule verlässt, kann die Doppelqualifizierung mit integrierter Fachhochschulreife anvisieren, und Abiturienten nutzen gern das duale Studium als ihren praxisnahen Entwicklungsweg. Die großen Ferien bieten Raum für Praktika. Besonders in den Tier haltenden Betrieben gibt es viele Einsatzmöglichkeiten und für die Jugendlichen Chancen, um Vorurteile gegenüber Berufsbildern wie Schäfer oder Imker abzubauen. Landwirtschaftsbetriebe mit Tierhaltung haben es besonders schwer, geeigneten Nachwuchs zu finden. Deshalb bieten gerade solche Unternehmen ihren Auszubildenden gern zusätz­liche Privilegien wie ein Aus­lands­praktikum.


Unsere Partnerlandwirtschaftsschulen im europäischen Ausland schicken auch gern ihre Jugendlichen in Gastbetriebe nach Mecklenburg-Vorpommern. Das Bildungswerk der Landwirtschaft zahlt einen Zuschuss an seine Mitgliedsbetriebe. Die Frage der Unterkunft lösen viele ausbildungswillige Betriebe durch verstärkte Investitionen in Unterkünfte oder gemietete Wohnungen, welche auch für Praktikanten genutzt werden können. Damit sind sie interessante Ansprechpartner für Jugendliche aus ganz Mecklenburg-Vorpommern und darüber hinaus. Wer sich für eine Ausbildung auf einen so weiten Weg macht, ist meist ernsthaft auf der Suche nach einem geeigneten Ausbildungsbetrieb und einem langfristigen Arbeitsverhältnis.

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