BUND klagt gegen Hähnchenmast

21.01.2016

© Archiv

Die Baugrube für den Geflügelmaststall ist wegen des gestoppten Baubeginns schon lange eingestürzt. Matthias Streeb gibt die Hoffnung auf den neuen Stall aber nicht auf. „Wir halten an unserem Vorhaben fest“, so der Landwirt.

Schwerin. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat vorige Woche gegen die Genehmigung der Hähnchenmastanlage Wattmannshagen durch das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt (StALU) Rostock Klage beim Verwaltungsgericht Schwerin eingereicht. Das StALU hatte im Dezember 2015 den Widerspruch des BUND gegen die Genehmigung vom Dezember 2012 abgewiesen.


Der BUND kritisiert in einer Pressemitteilung u. a. den „geringen Abstand“ der geplanten Anlage für 200 000 Masthähnchen pro Durchgang zu Wohnbauten und einem Altenpflegeheim. Die Richtwerte für Geruchsbelastungen von Anwohnern würden durch den Stall „deutlich überschritten“. Tier- und Betriebstransporte führten zudem „direkt durch die Dorfstraße“. Durch Schadstoffe seien geschützte Biotope wie Wald, Seen und das Grundwasser betroffen.


Die Investoren Roland und Matthias Streeb zeigten sich überrascht von der Klage des BUND. „Wir gehen davon aus, dass das StALU Rostock unser Vorhaben sorgfältig geprüft hat und der Standort genehmigungswürdig ist“, sagte Roland Streeb gegenüber der BauernZeitung. Die beiden Landwirte hatten im Jahr 2009 mit den Vorbereitungen auf das Stallbauprojekt begonnen.

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