Brucellose in Bioschweinehaltung

22.06.2016

© Archiv

Boizenburg. Auf einem Biobetrieb in der Nähe von Boizenburg ist Schweinebrucellose festgestellt worden. Um die weitere Ausbreitung zu verhindern, sind mehr als 100 Sauen vorsorglich getötet worden, teilte der Landkreis Ludwigslust-Parchim mit. Die Ställe auf dem Hof seien gereinigt und desinfiziert worden, durften vorerst aber nicht belegt werden.


Anders als bei der Schweinepest wurde zunächst kein Sperrbezirk um den betroffenen Betrieb eingerichtet. Tierbestände in der Nachbarschaft würden nur bei Brucellosesymptomen untersucht, sagte Kreissprecher Andreas Bonin.


Seit 2008 seien in Mecklenburg-Vorpommern mehrere Brucellosefälle aufgetreten, vor allem in Betrieben mit Freilandhaltung, hieß es aus dem Agrarministerium. Im Herbst 2014 waren in einem Freilandbetrieb in Neustrelitz rund 900 Tiere getötet worden. Der Betrieb war danach für mehrere Monate gesperrt.


Bei Brucellose handelt es sich um eine bakterielle Infektionskrankheit. Sie tritt bei Wild- und Nutztieren auf. Überträger können Wildschweine, Greifvögel, Kolkraben, Krähen oder Hasen sein. Die Tierseuche wird sehr selten auf Menschen übertragen, sie ist in der EU anzeige- und bekämpfungspflichtig.

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