Biberpopulation

27.04.2016

© Beate Schlupp, Sabine Rübensaat

Biberdamm, Beate Schlupp (rechts im Bild)

Schwerin. Auf Antrag der Fraktionen von CDU und SPD hat der Landtag zur Biberpopulation im Land debattiert. Beate Schlupp, agrarpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, wies darauf hin, dass sich die Biberpopulation schon länger in einem günstigen Erhaltungszustand befindet. Dies sei einerseits erfreulich, führe aber andererseits in hochwassergefährdeten Gebieten zu erheblichen Problemen. In Natura- 2000-Gebieten seien Eingriffe in den Biberbestand grundsätzlich verboten. Ausnahmen im strengen Schutzregime im Zuge von Rechtsverordnungen seien sehr aufwendig. Die Gefährdung betrieblicher Existenzen in der Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft vor dem Hintergrund der sehr positiven Bestandsentwicklung sowie bei bisher fehlendem finanziellen Ausgleich für von Bibern verursachte Schäden sei nicht angemessen. Deshalb sei es erforderlich, die Vorschriften zur Umsetzung der FFH-Richtlinie zu überprüfen. Ziel sei eine Novellierung, die nicht über die 1 : 1-Umsetzung von Rechtsvorgaben der EU hinausgehe.


Mit Stimmenmehrheit der Fraktionen von CDU und SPD, bei Enthaltung der Fraktion Die Linke und gegen die Stimmen der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, forderte der Landtag die Landesregierung auf, sich mit einer Initiative im Bundesrat und bei der Bundesregierung für die Evaluierung des Schutzstatus des Bibers einzusetzen. 

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