Berufsschäfer

28.08.2012

© Gerd Rinas

Vertreter des Landesschaf- und Ziegenzuchtverbandes, des Bauernverbandes Mecklenburg-Vorpommern und des Landwirtschaftsministeriums als zuständige Stelle für die Berufsausbildung trafen sich in Karow mit Berufsschäfern zum Erfahrungsaustausch über die Fachkräftesicherung in der Schafhaltung. Im Vorfeld  hatte der Zuchtverband eine Befragung seiner Mitglieder dazu durchgeführt.


Die seit Längerem angespannte finanzielle Situation in den Berufsschäfereien zwang ausbildende Betriebe, ihre Ausbildung einzustellen; andere befinden sich im Generationswechsel oder sind vom Tierbestand her zu klein, um auszubilden. Seit 2004 wurden laut Angaben von Karsten Peters, Referent für Berufsausbildung im Landwirtschaftsministerium, lediglich sechs Ausbildungsverhältnisse bis zum Abschluss geführt. Trotz aller Schwierigkeiten wollen die Schäfer weiterhin selbst ihren Nachwuchs ausbilden, so die einhellige Meinung in der Runde.  Schafe und Ziegen gehören in unser Landschaftsbild.


Die Berufsschäfer werden gemeinsam mit den Hobbytierhaltern Schülern verstärkt Möglichkeiten für Praktika in ihren Unternehmen anbieten. Jürgen  Lückhoff, Vorsitzender des Landesschaf- und Ziegenzuchtverbandes, und Rotraud Geiger, Referentin für Berufsausbildung beim Bauernverband Mecklenburg-Vorpommern, sicherten eine breite Öffentlichkeitsarbeit zu. Ebenso sollen in Zusammenarbeit mit der Abteilung Ausbildungsberatung der Fachschule für Agrarwirtschaft Güstrow-Bockhorst Möglichkeiten der Verbundausbildung geprüft werden, um Schwierigkeiten bei der Vermittlung einzelner Ausbildungsinhalte, wie zum Beispiel Scheren, Hüten und Schlachten, auszugleichen. Des Weiteren wird Kontakt mit der Ausbildungsverbundstätte des Landes Brandenburg aufgenommen, um die Anwendung dieses Modells in Mecklenburg-Vorpommern abzuklären. Die Schäfer regten an, das Lehrgangsangebot  während der Berufsausbildung zu erweitern, um die spezifischen Bedürfnisse der schafhaltenden Unternehmen besser zu berücksichtigen.


Im Vordergrund steht  nun die Vorbereitung der „Show Berufsausbildung“ auf der MeLa. Dort wird eine Jungschäferin mit einer kleinen Kollektion Schafe ihren Beruf präsentieren.

Rotraud Geiger

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