Ausstellung "Schweine"

26.01.2016

© BV, Danilo Vitense

Ausstellung „Schwein – Klasse oder Masse“

Im Zentrum der Landeshauptstadt, in der „Marienplatz-Galerie“, eröffnete Bauernpräsident Rainer Tietböhldie Ausstellung  „Schweine“. Innerhalb der Nutztierhaltung in der Landwirtschaft ist die konventionelle Schweinehaltung in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt. Die Vorstellungen über artgerechte Tierhaltung werden zunehmend kontrovers diskutiert. Dabei fordern  Umwelt- und Tierschutzverbände eine tiergerechtere Haltung und höhere Standards.

 

Landwirte im Spagat


Was heißt das für die Landwirte? Außer in der täglichen Sorge um die Tiere müssen sie sich im ­globalen Wettbewerb behaupten. Ist eine tiergerechte Haltung von Schweinen da überhaupt möglich? Und wenn ja – wie soll eine gesellschaftlich akzeptierte Schweinehaltung aussehen?


Bei all den Diskussionen gilt es, sowohl Nutztierhaltungsformen  als auch das Verbraucherverhalten in den Blick zu nehmen. Oberstes Gebot sollte es sein, Lebensmittel wertzuschätzen. Schließlich kann nur das eigene Handeln im Umgang mit den Tieren die Achtung vor dem Mitgeschöpf überzeugend ausdrücken. Die Verantwortung für die Nutztiere liegt letztendlich bei uns allen, bei unserem Einkaufs- und Ernährungsverhalten. Die Romantisierung der Landwirtschaft hilft hierbei weder dem Erzeuger noch dem Verbraucher. Weder wird dies der bäuerlichen Grundhaltung der Landwirte gerecht noch gibt es dem Verbraucher die Möglichkeit, der Realität heutiger Landwirtschaft näherzukommen. Die Ausstellung „Schweine“, die  bis zum 6. Februar während der Öffnungszeiten des Einkaufscenters besichtigt werden kann, soll hierzu einen Beitrag leisten und aufklären. Sie soll nicht nur die gängige Schweinehaltung in Deutschland abbilden, sondern auch ein Forum sein, um mit Bürgern in den Dialog zu treten. Während der Ausstellung sind deshalb Aktionen zu „Tierhaltung und Konsum“ geplant.

 

Von Anfang bis Ende


Zu sehen sind in der „Marienplatz-Galerie“ 18 Fotografien zur Produktion von Futtermitteln, der Geburt der Ferkel, der Mast bis zur Schlachtung und der Herstellung von Wurst. Entstanden sind die Bilder in fünf Betrieben, auf dem Schlachthof und in der Verarbeitung. Die Ausstellung, die der Kölner Fotograf Ralf Baumgarten im Auftrag der Lebensmittelwirtschaft vorbereitet hat, war u. a. auf der Leitmesse für Fotografie, der photokina, in Köln zu sehen. Weitere Stationen waren die EuroTier in Hannover, die Hochschule Neubrandenburg und die Uni Rostock. Zuletzt wurde sie im Schweriner Landwirtschaftsministerium gezeigt.

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