Agrarumweltmaßnahmen

08.08.2016

© Gerd Rinas

Schwerin. Die förderfähigen Agrarumwelt- und Klimaschutzmaßnahmen (AUKM) werden nach Angaben von Agrarminister Dr. Till Backhaus gut angenommen. Das zeige die Auswertung der Agraranträge für die ersten beiden Antragsjahre der Förder-periode 2015–2020, sagte Backhaus in Schwerin.


2016 sind rund 950 Anträge auf Förderung für die Umsetzung von AUKM auf einer Fläche von rund 38 000 ha eingegangen. Nimmt man beide Antragsjahre 2015 und 2016 zusammen, werden auf einer Fläche von 270 000 ha (über 20 % der Landwirtschaftsfläche) AUKM umgesetzt. „Immer mehr Landwirte sind bereit, freiwillig einen Beitrag zum Klimaschutz, zum Erhalt oder zur Steigerung der biologischen Vielfalt sowie zur Verringerung der Dünge- und Pflanzenschutzmitteleinträge zu leisten“, sagte Backhaus.


Besonders hoch im Kurs steht die Förderung vielfältiger Kulturen. Mit 241 Anträgen 2015 und 2016 und einer Förderfläche von 93 500 ha übertrifft diese Maßnahme den bis 2020 anvisierten Flächenumfang von 50 000 ha. Besonders optimistisch stimme der hohe Flächenanteil der Betriebe, die in der Fruchtfolge mindestens zehn Prozent großkörnige Leguminosen wie Erbsen oder Bohnen anbauen.


Auch die Förderung für das Anlegen von Blühstreifen und -flächen wurde von den Landwirten im zweiten Antragsjahr sehr gut in Anspruch genommen. Wurden im vorigen Jahr 440 Anträge auf Förderung gestellt, kamen 2016 weitere 124 hinzu. Die Förderfläche stieg um ca. 475 ha (23,1 %) auf 2 050 ha.

 
In der neuausgerichteten Obst- und Gemüseförderung gehören Verpflichtungen, die in der Vergangenheit gefördert wurden, mittlerweile zum Standard. Stattdessen ziele die Förderung nun auf den Erhalt und die Steigerung der Biodiversität ab. Förderfähig sind z. B. das Anlegen von Landschaftselementen wie Hecken, Blumenwiesen oder Nistkästen. Mit 35 Antragstellern (18 mehr als in der alten Förderperiode) und einem Flächenumfang von fast 4 100 ha (+1,3 % zum ersten Antragsjahr) sei die Maßnahme sehr gut angenommen worden.


Im Ökolandbau hat das Land 2015 gegenüber 2014 um etwa 6 500 auf 125 500 ha (9,3 % Anteil an der Gesamt-LF) zugelegt. Damit liege Mecklenburg-Vorpommern nicht nur deutlich über dem Bundesschnitt von 6,5 %, sondern konnte im Ländervergleich gegenüber 2015 nach Bayern im Ökolandbau am meisten zulegen.


Deutlich weniger nachgefragt werden hingegen Programme zur Anlage von Gewässer- und Erosionsschutzstreifen sowie Schonstreifen an Alleen. So sind Backhaus zufolge rund 1 600 ha Gewässerschutzstreifen geplant, bisher lägen aber nur für 193 ha Anträge vor. Auch das Förderprogramm für Schonstreifen an Alleen bleibe wie schon im vorigen Jahr mit elf statt der geplanten 2 000 ha hinter den Erwartungen zurück.

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