Agrarstrukturerhebung 2016

11.04.2016

Milchviehstall © Sabine Rübensaat

Das Statistische Amt Mecklenburg-Vorpommern hat die Erhebungsunterlagen zur Agrarstrukturerhebung (ASE) 2016 an alle land-, forstwirtschaftlichen und Gartenbaubetriebe im Land verschickt. Mit dieser Statistik werden regionale, nationale und europäische Datenbedürfnisse der Wissenschaft, von Fachverbänden, agrarpolitischen Entscheidungsträgern, der Medien und des interessierten Bürgers erfüllt, teilt das Amt mit.

 

Betriebe ab fünf Hektar LF gefragt


Für die Befragung hat der Gesetzgeber eine Auskunftspflicht angeordnet. Sie richtet sich an alle Betriebe, die gesetzlich festgelegte Erfassungsgrenzen erreichen. Grundsätzlich betrifft das eine Flächenausstattung ab fünf Hektar LF. Übrige Erfassungsgrenzen beziehen sich auf Mindesttierbestände bzw. Mindestflächen für Sonderkulturen. Wo möglich, greift die amtliche Agrarstatistik zur Entlastung der Betriebe auf Verwaltungsdaten zurück, so auf Angaben zu Agrarförderung und Rinderbeständen.


Im allgemeinen Teil werden Angaben zu Bodennutzung und Viehhaltung in allen Betrieben erhoben. Erfragt werden u. a. Rechtsform, Bodennutzung, Viehhaltung und ökologische Bewirtschaftung.  Des Weiteren wurden mehr als 60 % der Betriebe nach einem besonderen Stichprobenplan für den repräsentativen Teil der Agrarstrukturerhebung ausgewählt. Diese 3 200 Betriebe sind aufgefordert, zusätzlich zum Grundprogramm ein umfangreiches und überwiegend durch EU-Recht vorgegebenes Zusatzprogramm zu erfüllen. Das betrifft z. B. Bodenbearbeitung und Erosionsschutz, Bewässerung, Eigentumsverhältnisse, Wirtschaftsdünger, Haupt- und Nebenerwerb, Arbeitskräfte und Berufsausbildung.


Mit nur wenigen Fragen zu Rechtsform und Bodennutzung werden die spezialisierten Forstbetriebe konfrontiert. Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Gartenbau.


Neu ist die Online-Meldepflicht. Alle befragten Betriebe sollen ihre Angaben per Online-Fragebogen an das Statistische Amt übermitteln. Dabei ist sich das Statistische Amt der Schwierigkeiten durch die nicht flächendeckende sogenannte Breitbandversorgung im ländlichen Raum bewusst. Die Mitarbeiter des Statistischen Amtes stehen für Rückfragen gern zur Verfügung.

 

Erste Ergebnisse im Januar 2017


Wenn die Daten aus dem Online-Fragebogen im Statistischen Amt eingegangen sind, werden sie zunächst auf Vollständigkeit und Richtigkeit hin untersucht und Unklarheiten durch telefonische Rückfragen geklärt. Ist die Erhebung abgeschlossen und sind alle Fehler und Unstimmigkeiten im Datenmaterial bereinigt, erstellen die statistischen Ämter aus den Erhebungsdaten Ver­öffent­lichungs­tabellen. Die einzelbetrieblichen Angaben unterliegen dem Statistikgeheimnis. Die gesammelten Daten dürfen nur für statistische Zwecke verwendet werden. Erste Ergebnisse aus der Agrarstrukturerhebung 2016 werden Anfang 2017 anlässlich der Grünen Woche veröffentlicht.

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