Agrar-Umweltzahlungen

23.05.2017

© Sabine Rübensaat

Die ersten Prämien für Leistungen im Rahmen von Agrar-, Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen (AUKM) 2016 will die Agrarverwaltung nun doch bis Ende Juni auszahlen. Das sagte Agrarminister Till Backhaus bei einem Gespräch mit Landesbauernpräsident Detlef Kurreck zu.


Wie das Ministerium auf Nachfrage mitteilte, sollen zunächst Leistungen aus Anträgen abgegolten werden, die keine Flächenabweichungen aufweisen und die bis Ende Juni abgearbeitet sind. Vor allem Landwirte, die an einjährigen Maßnahmen teilgenommen haben, können sich Hoffnungen auf eine baldige Auszahlung der Prämien machen.


Wie Referatsleiter Peter Ditz erläuterte, betrifft dies die Maßnahme „Vielfältige Kulturen“, bei der die Antragsteller in ihrer Fruchtfolge mindestens zehn Prozent großkörnige Leguminosen vorweisen müssen. Zügig ausgezahlt werden können wohl auch Prämien für Blühstreifen und -flächen sowie für Obst- und Gemüseanbauer. Zudem könnten einige Ökoanbauer mit Zahlungen bis 30. Juni rechnen, kündigte Ditz an.


Alle Anträge, bei denen die Antragsfläche 2015 und 2016 nicht übereinstimmt (siehe BauernZeitung 19/2017, Nordausgabe S. 10), müssen hingegen überprüft und richtiggestellt werden. „Das ist ein Riesenaufwand. Unstimmigkeiten können die Mitarbeiter in den Ämtern nur gemeinsam mit den betroffenen Landwirten klären“, betonte Backhaus. Das Land könne sich keinen Fehler leisten, andernfalls drohe eine Strafzahlung aus Brüssel.


Fehlerhafte Angaben sollen rasch abgearbeitet und Geld aus diesen Anträgen soll ab 30. Juni in 14-tägigem Rhythmus an die Landwirte überwiesen werden. Beim Abgleich der Daten 2015/2016 wurden in 2 750 von 4 300 Anträgen unterschiedliche Angaben festgestellt. Zutage traten die Unstimmigkeiten durch die Umstellung auf das georeferenzierte Antragsverfahren ab 2016. Danach ergibt sich die Größe der geförderten Fläche aus deren genauer Lage, die der Landwirt in seinem Antrag einzeichnen muss. Von den Unstimmigkeiten in den Anträgen sind 2 390 von ca. 3 500 Antragstellern betroffen.


Alle Landwirte, die Anträge gestellt haben, erhalten von der Agrarverwaltung ein Schreiben mit den Gründen für die spätere Auszahlung. „Wir werden auch die Banken informieren, um Liquiditätsengpässen und Schwierigkeiten bei Krediten  zu begegnen“, so Ditz. Insgesamt geht es um Zahlungen von rund 40 Mio. €.

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