22. Mecklenburger Körtage

13.12.2012

 

 

Tolle Pferde, ideale Bedingungen, volles Haus, gute Stimmung – so lassen sich die 22. Mecklenburger Körtage zusammenfassen, die kürzlich im Landgestüt Redefin stattfanden. Aus einem Gesamtlot von 252 zur Vorauswahl präsentierten Warmbluthengsten wurden von der Körkommission 52  vorgestellt. 20 Hengste erhielten ein positives Körurteil, was einem Anteil von 38,5 % entspricht. Fünf gekörte Hengste, zwei springbetont und drei dressurbetont gezogene, wurden prämiert. Als Sieger bei der Dressur stellte die Körkommission mit Verbandsvizepräsident Dieter Quaas, Prussendorfs Landstallmeister Siegmund Hintsche, Jörg Weinhold, Holger Wulsch­ner und Zuchtleiter Uwe Witt die Katalognummer 36 heraus. Es handelt sich um einen 166 cm großen schwarzbraunen Mecklenburger Sohn des Redefiner Stempelhengstes D’Olympic, aus einer Oldenburger Stute v. Laurentio / Epikur / Espri. Züchter und Aussteller ist die Besitzergemeinschaft Fobbe & Pohlmann aus dem westmecklenburgischen Banzin. Der Hengst wartet mit drei soliden Grundgangarten auf, präsentierte sich aus einem aktiven Hinterbein locker über den Rücken schwingend und mit viel innerer Ruhe. Großvater Donnerhall und Vater D’Olympic haben ihm zwar nicht ihre Fuchsfarbe mitgegeben, dafür aber Charakter- und Leistungsmerkmale. Der Siegerhengst mit Mecklenburger Brand wechselt in das Gestüt Sprehe nach Oldenburg.


 

Zwei Favoriten


Das Duo, das den Springsieger unter sich ausmachte, stand schon nach den beiden ersten Hengsten fest. Ein Raunen ging durch die Halle, als die Katalognummern zwei und drei zu ihren Höhenflügen mit brillanter Technik ansetzten. Den Auftakt machte ein brauner 164 cm großer Sohn des unter Nick Skelton berühmt gewordenen Arco. Die Mutter stammt ab von Harras / Calido / Cantus. Peter M. Schütt aus Schardebüll (Schleswig-Holstein) ist der Züchter und Aussteller. Sehr korrekt gebaut und mit viel Schub aus der Hinterhand ausgestattet, überzeugte vor allem, wie der Hengst bei großer Höhe nach einer leichten Stangenberührung reagiert hat. Das lieben Reiter, und das wissen auch die Vertreter des Landgestüts Redefin, die den Hengst  pachteten. Der Sieg ging an das Haus Klatte nach Lastrup (Oldenburg) mit einem 170 cm großen Armitage-Sohn, den Hermann Hölscher aus Gehrde mit einer Cordalme / Alme Z / Ibrahim (SF)-Stute gezogen hat. Vielleicht war es die großzügige Aufmachung nach vorn und  die Größe, die den Unterschied ausmachten. Am Sprung waren sie beide große Klasse. Paul Schockemöhle fand sofort Gefallen an dem Hengst und kaufte ihn.


Stallgassenverkauf


Beim provisionsfreien Stallgassenverkauf wechselten zwölf Hengste den Besitzer, beziehungsweise erhielten durch Pachtung neue Boxen. Ein typstarker Mecklenburger v. Cornado II / Radeberger / Mondras /Admiral-Sohn, den Wolfgang Kuhrt aus Siedenbrünzow als Züchter ausstellte, geht auf die Deckstation von Diethard Papendorf nach Tentzerow. Holger Wulschner (Groß Viegeln) und Heiko Schmidt (Neu Benthen) haben einen 170 cm großen Cosido / Contender / Castor-Calvin / Landgraf I-Sohn erworben, der zu den Besten am Sprung gehörte. Ebenfalls gekört wurden drei Deutsche Reitponys und zwei Mini-Shetlandponyhengste. Sieger wurde ein Reitponyhengst v. FS Champion de Luxe aus einer Halifax (Wel.B) / Santo-Mutter. Den 145 cm großen Fuchshengst, der sich sehr gut bewegte und exzellent sprang, hat Judith Schäpe aus Altkalen gezogen und ausgestellt.

                                    

Franz Wego


 

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