14. Fleischrindbullen-Auktion: Showtime in Karow

03.04.2014

© Rainer Kohl

Mister Karow 2014: Preisrichter Torsten Kirstein kürte den Fleckviehbullen Eminem aus der Agrar-Produkte eG Spornitz, hier geführt von Stefan Schwarz, zum wertvollsten Bullen der Auktion.

Die frühlingshaft geschmückte Auktionshalle in Karow war bis auf den letzten Platz besetzt, als dort Fleischrindzüchter aus Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt zur Show baten und bei Country-Flair und Live-Musik die besten Jungbullen des Jahrgangs 2012/13 vorstellten. Zur 14. Auflage der Veranstaltung waren Besucher aus allen Zuchtgebieten Deutschlands sowie Polen, Tschechien und Belgien angereist.

69 Bullen im Auftrieb bei dieser ersten Fleischrinderauktion unter der Flagge der RinderAllianz sind ein neuer Beschickungsrekord. Neben 26 Betrieben aus Mecklenburg-Vorpommern waren erstmals sechs Züchter aus Sachsen-Anhalt dabei. Sie bereicherten die Rasseblöcke Fleckvieh und Limousin mit sehr guten Leistungen und zusätzlicher genetischer Breite. Die stations- beziehungsweise feldgeprüften Bullen waren bis auf einen alle genetisch hornlos, 28 von ihnen reinerbig hornlos getestet. Acht Rassen und 57 Väter garantierten, dass für jeden Kundenwunsch etwas dabei war.

Die 69 Bullen wurden öffentlich gekört. In den einzelnen Richtklassen wählte Preisrichter Torsten Kirstein (Masterrind GmbH, Verden) seine Ia- und Ib-Favoriten aus, unter denen er dann im Ring die Rassesieger und den Champion bestimmte.

Bei den Rassen dominierten Fleckvieh (24 Bullen), Uckermärker (16), Angus (12) und Charolais (10). Daneben standen vier Limousin sowie je ein Aubrac, Blonde d’Aquitaine und Salers zum Verkauf. Die Rassesieger und -reservesieger waren: Angus, Sieger: Katalog-Nr. 3, Peer K (Paco x Timo), Gut Karow GbR; Reservesieger: Kat.-Nr. 8, Moses (Montana x REA Iron), Putenmasthof Cölpin GmbH. Charolais, Sieger: Kat.-Nr. 23, Impact Pp (Camir x Gulf), Charolais- und Salerszuchtbetrieb Dörte Baldermann, Linstow; Reservesieger: Kat.-Nr. 21, Theo Pp* (Thorben x Hüp), LWB Radloff, Siedenbollentin. Fleckvieh-Simmental, Sieger: Kat.-Nr. 40, Eminem PP* (Ernst x Salut), Agrar-Produkte Spornitz eG; Reservesieger: Kat.-Nr. 32, Tarzan PP* (Triton x Padua), Feißel GbR, Käthen. Limousin, Sieger: Kat.-Nr. 58, Tiguan PP* (C.N. Tim x Virgil B), Limousinhof Zippelow; Reservesieger: Kat.-Nr. 55, Bravo Pp (Branko x Poleo), Annett Weißenbacher, Groß Nieköhr. Uckermärker, Sieger: Kat.-Nr. 72, Mallorca Pp* (Malko x Skoda), Brotgetreide & Rindfleisch-Erzeugung GmbH, Hohenzieritz; Reservesieger: Kat.-Nr. 62, Heinz PS (Hans x Lucky), Ehrenberg/Schulz GbR, Mesekenhagen. Zum Champion der Auktion kürte Torsten Kirstein den beeindruckenden Fleckviehbullen Eminem aus der Agrar-Produkte eG Spornitz und setzte damit das i-Tüpfelchen auf das Körergebnis von 8-9-8 bei 1 739 g Körtagszunahme und dem -zuchtwert von 116.

Bei der Versteigerung standen Auktionator Axel Rüß und sein Team vor der besonderen Herausforderung, erstmals für 68 aufgetriebene Fleischrindbullen einen neuen Besitzer zu finden. Nach fast drei Stunden spannender Bieterduelle hatte Rüß, der wieder sehr professionell agierte, es geschafft! Der Durchschnittspreis lag bei beachtlichen 3 192 €, in der Spitze wurden 5 300 € erzielt. Allein für zwölf (!) Bullen gab es Zuschlagpreise von 4 000 € und mehr. Für Spitzenbullen konnten meist Spitzenpreise erzielt werden. Auch zwischen 2 200 und 2 800 € war eine ganze Reihe sehr guter Bullen zu haben, sodass nicht züchtende Mutterkuhhalter mit moderaten Preislimits ebenfalls zum Zuge kamen.

Die Durchschnittspreise in den Rassen lagen bei: Angus 2 858 € (2 200–4 700 €); Aubrac 3 800 €; Blonde d’Aquitaine 5 000 €; Charolais 3 140 € (2 800–3 800 €); Fleckvieh 3 167 € (2 500–5 300 €); Limousin 3 950 € (2 800–5 000 €); Uckermärker 3 175 € (2 400– 4 700 €). „Bestseller“ waren:  Katalog-Nr. 43, Leopard PP* (Levin x Benjamin), Fleckvieh, MPA Laage, 5 300 €; Kat. 17, Wotan PP* (Rumcajsx Ultra), Blonde d’Aquitaine, S. Schäpe, 5 000 €; Kat. 32, Tarzan PP* (Triton x Padua), Fleckvieh, Feißel GbR, 5 000 €; Kat. 58 Tiguan PP* (C.N. Tim x Virgil B), Limousin, Limousinhof Zippelow, 5 000 € .

Hornlosigkeit liegt im Trend: Die vier Tiere mit dem höchsten Gebot sind reinerbig hornlos. Reinerbigkeit wurde von den Käufern bei einem sehr guten „Gesamtpaket“ besonders honoriert. Die 28 reinerbig hornlosen Bullen erzielten einen Durchschnittspreis von 3 486 € und lagen damit um 471 € über dem Durchschnittspreis der 27 mischerbig hornlosen Bullen (3 015 €). Die Käufer kamen vor allem aus den Zuchtgebieten der RinderAllianz Mecklenburg-Vorpommern (60 %) und Sachsen-Anhalt (10 %), die übrigen Bullen gingen in sechs weitere Bundesländer, einer nach Tschechien.

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