Zulassungsverlängerung für Glyphosat

08.12.2017

© Sabine Rübensaat

Ein Glyphosatverbot zum jetzigen Zeitpunkt würde nach Einschätzung des Landesbauernverbandes unter anderem die bodenschonende pfluglose Saatbettbereitung deutlich erschweren, große Technik müsste wesentlich öfter eingesetzt werden.

Mit der Entscheidung zur Zulassungsverlängerung von Glyphosat um fünf Jahre hat die Landwirtschaft wertvolle Zeit bekommen, die Produktionsverfahren im Ackerbau zu überprüfen und anzupassen“, so Henrik Wendorff, Präsident des Landesbauernverbandes Brandenburg. Ein Verbot des Einsatzes von Glyphosat zum gegenwärtigen Zeitpunkt hätte erhebliche Folgen, gerade auch bei der Bekämpfung von Problemunkräutern wie Quecke und Distel. In der Abreifebeschleunigung habe aber künftig Glyphosat europaweit nichts mehr zu suchen, so Wendorff mit klarer Botschaft.


Die nächsten fünf Jahre sollten nach Ansicht des Landesbauernverbandes Brandenburg intensiv genutzt werden, um weitere Forschungsergebnisse bei der Bewertung von Glyphosat bereitzustellen. Gleichzeitig sieht der Verband nicht erst seit gestern die fortlaufende Aufgabe, den Glyphosateinsatz in der Landwirtschaft immer wieder zu überdenken und auch zu reduzieren.


Ein Glyphosatverbot zum jetzigen Zeitpunkt würde unter anderem die bodenschonende pfluglose Saatbettbereitung deutlich erschweren und große Technik müsste wesentlich öfter eingesetzt werden, so Wendorff weiter. Dies ist nicht im Interesse der Landwirte.


Auch die außerlandwirtschaftliche Anwendung in Kommunen, Hobbygärten bzw. bei der Bahn müsse in den Fokus gerückt werden, so Wendorff. Auch dort sei der Einsatz zu überdenken und es müssten strengere Regeln gelten, insbesondere was die Anwendung in Kleingärten angeht. Für professionelle Anwender ist nachgewiesene Sachkunde Voraussetzung für den Einsatz. Landwirte müssen diese durch eine Prüfung belegen und anschließend regelmäßig ihr Wissen erneuern. Dies ist die Voraussetzung für die sichere Anwendung von Pflanzenschutzmitteln. Hiervon darf es keine Ausnahme geben.
Daher darf die Abgabe von Glyphosat beispielsweise in Baumärkten nur bei Vorlage eines Sachkundenachweises erfolgen beziehungsweise sollte für Hobbyanwender gänzlich ausgeschlossen werden.

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