Wildschwein im Schilf

01.08.2013

Brauchtum Jagdhornblasen: Bis tief in die Nacht erschallten die Signale. © LANDESJAGDVERBAND

 

Mitte Juli trafen sich junge Jägerinnen und Jäger aus den ostdeutschen Bundesländern in Rheinsberg, Landkreis Ostprignitz-Ruppin. Bei dem zweitägigen Zeltlager stand neben dem Erfahrungsaustausch der Spaß im Vordergrund. Die  40 jungen Leute waren der Einladung des Landesjagdverbandes Brandenburg gefolgt. Mitten im Wald schlugen

sie ihre Zelte auf, es gab gegrilltes Wildschwein vom Spieß, und am Lagerfeuer wurde bis tief in die Nacht geklönt.

 

„Jagd verbindet und macht Freude“, sagte Georg Baumann, Geschäftsführer des Landesjagdverbandes Brandenburg. „Wir wollen, dass sich die jungen Jägerinnen und Jäger untereinander vernetzen und gemeinsam die Freude an der Jagd leben. Dafür ist so eine Veranstaltung ideal.“

 

Das sahen auch die zahlreichen Unterstützer so. Der Landesforstbetrieb Brandenburg kümmerte sich um den Zeltplatz und organisierte eine Jagd, die Firma Outfox spendierte ein Essen und viele Helfer der örtlichen Jägerschaft packten bereitwillig mit an. Am Samstagmorgen ging’s direkt vom Schlafsack ins Kajak. Gepaddelt wurde auf dem Rhin von Rheinsberg nach Zippelsförde. Die rund fünfstündige Tour gilt als eine der schönsten in Brandenburg. Entsprechend begeistert waren die Teilnehmer. „Es war toll, wir haben sogar ein Wildschwein im Schilf gesehen“, erzählte ein Teilnehmer. Abends zeigten sich die Sauen allerdings nicht mehr ganz so freizügig. Auf einem gemeinsamen Ansitz, den der Landesforstbetrieb Brandenburg spendiert hatte, wurden keine Schwarzkittel mehr gesehen. Dafür konnten fünf Rehböcke und ein Rothirsch erlegt werden. Für den Jungjäger war es sogar der erste Hirsch seiner Karriere. Freudestrahlend nahm er die Glückwünsche seiner Kollegen entgegen. Für ihn stand sofort fest: Beim nächsten Camp ist er wieder dabei.


 

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