Wertholzsubmission in Chorin

18.01.2017

© Stefan Adam

Bei den traditionellen Holzverkäufen in Chorin (Barnim) wurden 1 347 fm Nadel- und Laubholz mit einem Gesamterlös von 367 000 € versteigert. Davon für Laubholz 252 000 € (Vorjahr: 220 130 €) und für Nadelholz 114 000 € (Vorjahr: 107 441 €).  Zum 25. Mal kam Nadelwertholz unter den Hammer. Für Laubwertholz war es bereits die 27. Submission. „Die Erwartungen wurden übertroffen, die Preise entsprechen in etwa der Marktlage“, sagte Auktionsleiter Thilo Noack, Fachbereichsleiter Nachhaltige Nutzung im Landesbetrieb Forst Brandenburg. Die Bestände wurden fast vollständig verkauft und erzielten höhere Erträge als im Vorjahr. Eiche beispielsweise brachte deutlich höhere Ergebnisse und übertraf die Erwartungen. Bei Kiefer wurde dies ebenso verzeichnet. Durch die günstige, kalte Witterung war vor allem die Bläue (eine Pilzerkrankung) bei den Stämmen glücklicherweise nicht zu verzeichnen. Die Durchschnittspreise lagen bei 523 €/fm (Laubholz)  bzw. 126 €/fm (Nadelholz). Traditionell wurde damit auch die Kiefer gewürdigt, deren Rolle auch zukünftig wachsen wird, wie der Fachmann betonte.

 

Treue Stammkunden


Angeboten wurden insgesamt 918 fm Nadelholz und 491 fm Laubholz, davon 378 fm Eiche sowie 74 fm Esche. Aus der Landeswaldoberförsterei Steinförde wechselte ein Eichenstamm für 4 380 € den Besitzer. Das höchste Gebot je Festmeter lag für eine ­Eiche bei 1 796 €/m3 (Vorjahr: 1 625 €), sagte Revierförster Jörg Argow, der für die statistische Auswertung der Auktion zuständig war.


Die Holzverkäufe erfolgten ausschließlich gegen schriftliches Gebot in Form einer Submission. Der Verkauf gegen schriftliches Gebot, faktisch eine geheime Bieterauktion, habe sich durchweg bewährt, sagt Noack. Gefragt ist derzeit ­Sägeholz für die Möbelherstellung und Häuslebauer sowie Laubholz für die Möbel- und Furnierindus­trie. Daraus resultieren wahrscheinlich auch die guten Preise für die Eichen. Das Profil der Kundschaft im Vergleich zu den Vorjahren habe sich kaum verändert, so der Fachmann. „Unsere Stammkunden aus Brandenburg und Sachsen halten uns die Treue und sind auch für das kommende Jahr avisiert. Diese haben auch den Hauptteil des Holzes ersteigert.“


Das Geld hilft bei der Verbesserung der wirtschaftlichen Lage der einheimischen Forstbetriebe und sichert die Finanzierung notwendiger Pflegemaßnahmen zur Gesunderhaltung des Waldes, sagte Ellen Schliecker, Leiterin Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Landesbetrieb Forst Brandenburg.
Gastgeber der Auktion war in alter Tradition die Landeswaldoberförsterei Chorin, die knapp 20 000 ha Wald, von der Grenze zur Uckermark bis an den Berliner Stadtrand, bewirtschaftet. Insgesamt beteiligten sich 15 Bieter an der Auktion. Zwölf boten bei Laubholz und fünf bei Nadelholz. Auch Vertreter aus Polen und Estland war dabei, die erfolgreich Bestände ersteigern konnten, so Noack. Es war ein erfolgreicher Auftakt der neuen Forstsaison. Erfreulich: Nadelholz blieb zu 42 % in Brandenburg, 38 % gingen nach Sachsen. Bei Laubholz blieben 21 % in Brandenburg, 34 % gingen nach Sachsen, 16 % nach Nordrhein-Westfalen und nach Estland 9,6 %.

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