Waldschädling mit Erfolg bekämpft

14.10.2016

© Sabine Rübensaat

Potsdam. Im Landkreis Elbe-Elster wurden auf rund 2 800 ha Waldfläche die Larven der Kiefernbuschhornblattwespe mit Insektiziden behandelt. Für den Erhalt der Waldbestände waren diese Maßnahmen unumgänglich. Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass die Larven auf den behandelten Flächen nicht mehr aktiv sind und die Bekämpfung somit erfolgreich war. 


Insbesondere im Landkreis Elbe-Elster hat sich in diesem Jahr die Kiefernbuschhornblattwespe rasant ausgebreitet. Bis zu 1 500 Larven waren pro Quadratmeter Waldfläche aktiv und haben erhebliche Fraßschäden an den Bäumen verursacht. Rund 5 000 ha Wald waren vom Kahlfraß bedroht. Die Kiefernbuschhornblattwespe neigt neben anderen Schädlingen wie Nonne und Kiefernspinner auch immer zu Massenvermehrungen. Gefährlich wird es für die Kiefern aber nur dann, wenn sich im gleichen Jahr eine zweite Generation entwickelt und erneut frisst, wie das in diesem Jahr der Fall ist.


Viele Waldbesitzer sind wegen der erheblichen Nadelverluste sehr besorgt. Da die Knospen durch die Larven nicht in Mitleidenschaft gezogen werden, können Kiefern im kommenden Frühjahr wieder austreiben. Mit steigendem Anteil verbliebener Altnadeln nehmen auch die Überlebenschancen der Kiefern zu.


Für Kiefern mit einer Restbenadelung von mehr als zehn Prozent kann von einer guten Erholung ausgegangen werden. Sehr großen Einfluss auf die Regeneration der Bäume wird die Witterung der nächsten zwei bis drei Jahre haben. Erst im Frühjahr 2017 ist auf Grundlage der Maitriebentwicklung erkennbar, welcher Baum eine Überlebenschance hat. Dürreperioden schädigen die Bäume zusätzlich und fördern gleichzeitig holz- und rindenbrütende Insekten. Die Folgeschäden durch Borkenkäfer und Co. erfordern deshalb auch eine konsequente Überwachung und Pflege der geschädigten Wälder. 

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