Vorschau auf die 25. BraLa in Paaren/Glien

06.05.2015

© www.brala.eu

Traditionell erwartet die Besucher der BraLa ein Mix an Neuem und Bewährtem. Das wird auch bei  der  Ausstellung vom 14. bis 17. Mai im MAFZ Erlebnispark der Fall sein. Zu den längst etablierten Programmpunkten gehören neben Tierschau, Jungzüchterwettbewerben, Landesbauernversammlung und der Landtechnikpräsentation das Acker- und Pflanzenbauforum. Der diesjährige Wissenschafts-Praxis-Dialog widmet sich dem Thema Pflanzenschutz. Ziel ist es, die ganze Bandbreite vom ökologischen bis zum integrierten Pflanzenschutz zu erfassen und einen Beitrag zur Versachlichung der emotional geführten Diskussion zu leisten. Neben den Demonstrationsparzellen und der Ausstellung bestimmen die Vorführung moderner Technik, darunter der Einsatz von Koptern, und Podiumsdiskussionen das Forum.


Zur Tradition geworden ist aber auch, dass auf der Landwirtschaftsausstellung die neue Milchkönigin gekrönt wird. Im vergangenen Jahr war es Julia Kopitzsch. Die angehende Landwirtin musste sich erst von Klassenkameraden in der Berufsschule überreden lassen, für das Amt zu kandidieren. Heute kann sie auf erlebnisreiche Veranstaltungen wie die Land­partie, das Erntefest und die Grüne Woche zurückblicken, auf denen sie die hiesige Milchwirtschaft präsentieren durfte. Nun heißt es: Fortsetzung folgt. Denn Julia Kopitzsch hat sich für eine weitere Amtszeit entschieden.

 

Gespräch mit Ute Lagodka, stellv. Geschäftsführerin der MAFZ:

 

 

Welche Neuheiten warten auf die Besucher der BraLa?

■ Da gibt es einige, beispielsweise das Schweinemobil. Ein zu einem kleinen Stall umgebauter Hänger gibt einen anschaulichen Einblick in moderne Tierhaltung. Analog dazu kommt ein Kuhmobil zum Einsatz. Damit gibt die BraLa auf fachlich-sachliche Weise eine Antwort auf die aktuelle Tierwohldebatte.

Sind neue Aussteller mit von der Partie?

■ Wir sind froh darüber, neben langjährigen auch neue Aussteller begrüßen zu können. Diese kommen aus Polen, Slowenien sowie Frankreich. Ihre Angebote beziehen sich  auf Landtechnik und landwirtschaftlichen Bedarf. Ein wichtiges Thema ist aber auch der Umweltschutz.  So wird im Erlebnis- und Schlemmerdorf im Block 1 komposttierbares Geschirr verwendet.

Wie steht es um die Angebote für Fachbesucher?

■ Unbedingt hervorzuheben ist das Programm „Landwirtschaft im Dialog“, das an allen vier Tagen Informationen rund um den Pflanzenschutz gibt. Hinzu kommen Veranstaltungen im Forum in der Brandenburghalle, die sich mit der Milchproduktion weltweit sowie mit der Öffentlichkeitsarbeit für Landwirte beschäftigen.

Welchen Stellenwert hat die Nachwuchswerbung?

■ Das Kürzel GB für Grüne Berufe wird an zahlreichen Ständen, so an denen der Tierzuchtverbände, zu sehen sein. Dort gibt es aus erster Hand Informationen zu Ausbildungsmöglichkeiten und –betrieben.  Außerdem haben die jüngsten Besucher viele Möglichkeiten, Tiere zu streicheln und sich spielerisch Wissen anzueignen.

Der Fokus des Messeveranstalters liegt also weiterhin darauf, neben Landwirten auch  junge Familien  mit Kindern anzusprechen?

■ Unbedingt. Paaren im Glien liegt vor den Toren Berlins, ein großer Teil unserer Besucher kommt aus der Hauptstadt. Sie wollen ebenso informiert wie unterhalten sein. Darauf zielen solche Angebote wie unsere Wasserspielewelt oder der erstmals eingesetzte Märchentruck ab.

Sie kümmern sich seit dem Jahr 2000 um die unzähligen organisatorischen  Dinge, die viel Arbeit machen. Können Sie in der heißen Phase der Vorbereitung noch ruhig schlafen?

■ Kaum, doch daran habe ich mich gewöhnt. Ebenso an die Tatsache, dass  es nicht mehr 500 Aussteller und Züchter wie am Anfang, sondern mittlerweile mehr als 700 sind. Die Kontakte zu jedem Einzelnen wollen gepflegt sein. Die BraLa zu organisieren ist trotz vieler Routine kein Selbstläufer.  Aber ich mache das sehr gern, zumal wir ein gutes Team sind.

An welche Erlebnisse denken Sie besonders gern zurück?

■ Vor allem an die erste BraLa-Krönung der Milchkönigin 2009 und die BraLa-Hochzeit, die 2005 gefeiert wurde. Das hat viele Menschen persönlich angesprochen und  auf die BraLa neugierig gemacht. Eine Riesenaktion war ebenso das Bauernfrühstück im Jahre 2008.   Ich bin sicher, dass die Besucher auch auf unserer Jubiläumsausstellung wieder voll auf ihre Kosten kommen werden.       

 

Die Fragen stellte Wolfgang Herklotz

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr