Viel mehr Langohren im Lehrrevier

21.04.2017

© Sabine Rübensaat

Michendorf. Die Feldhasendichte im Lehrrevier des Landesjagdverbandes Brandenburg e. V. (LJVB) in Groß Kreutz sticht gegenüber vergleichbaren Revieren besonders positiv hervor. Im Unterschied zu den durchschnittlich geringen Vorkommen in der Norddeutschen Tiefebene fühlen sich die Langohren dank des Engagements der Jäger hier pudelwohl. Der Besatz ist hier mehr als viermal so hoch. Bei der jüngsten Hasenzählung ermittelten die ehrenamtlich tätigen Jäger 21 Hasen auf 100 ha. In den Revieren Nordostdeutschlands stabilisieren sich die Feldhasenbesätze gerade einmal bei fünf Individuen pro 100 ha. Gründe  hierfür sind die vielerorts hochintensiv betriebene Landwirtschaft, die den Feldhasen die zwingend notwendige Deckung und Nahrung nimmt, sowie die flächendeckende Präsenz des Fressfeindes Fuchs.
In Groß Kreutz wurden vor 20 Jahren im Rahmen des Projekts „Artenreiche Flur“ Feldhecken als Lebensraum für die tierischen Bewohner der Offenlandschaften angelegt und zahlreiche revierverbessernde Maßnahmen verwirklicht. Davon profitieren neben Feldhasen auch Fasanen und Rehe. Das Engagement der Jäger vor Ort zahlt sich aus: „Wir haben seit 1991 die Lebensraumgestaltung im Lehrrevier speziell auf die ernährungsphysiologischen Bedingungen der Feldhasen ausgerichtet und eiweißreiche Wildkräutermischungen ausgebracht. Außerdem betreiben wir hier seit Jahrzehnten eine hochintensive Raubwildbejagung. Das rechnet sich. Wer es ernst meint mit dem Schutz artenreicher Wildbestände, muss an dieser Stelle gegensteuern.“, so Wildmeister Klaus Mordhorst, Sprecher der Jägerschaft Groß Kreutz.

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr