Tierschau in Blüthen

12.07.2017

© Manfred Drössler

Voller Stolz nahm Jörg Jaeger (l.) die Auszeichnungen für „Galaxy“, die Miss Prignitz der 23. Prignitz-Tierschau, entgegen.

Davon hätte ich heute morgen nicht mal geträumt“, meinte Jörg Jaeger sichtlich überwältigt, als Preisrichter Timm Staggen „Galaxy“ aus dem Milchkuhbestand der Jaeger GbR zur „Miss Prignitz“ der 23. Prignitz-Tierschau kürte. Die Jaeger GbR war der große Abräumer. 14 Pokale gingen allein an den Familienbetrieb aus Blüthen, war er doch auch im Jungzüchterwettbewerb sehr erfolgreich.


Insgesamt schickten 21 Landwirtschaftsbetriebe 35 Herdbuch-Spitzentiere in die Bewertung sowie 16 Fleischrindzüchtungen ins Schauprogramm. In der Prignitz ist das Fleckviehfleischrind die Nr. 1, gehalten werden mehr als 400 Herdbuchkühe. Landesweit dominiert die Uckermärker-Rasse. Brandenburg- und deutschlandweit sehr erfolgreich in der Fleisch­rindzucht sind die Prignitzer Betriebe Glaser GbR Perleberg und Agrargenossenschaft Kar­städt. Eine Augenweide sind in jedem Jahr nicht nur die prächtigen Milchkühe und imposanten Fleischrinder, sondern auch die Vorführungen der Jungzüchter im Alter von 4 bis 21 Jahren. Dieses Mal gingen 20 Kinder und Jugendliche in den Parcours.


„Ich erlebte eine sehr, sehr gute Tierschau mit wunderbar funktionalen Tieren: sehr gutes Euter, gute Beine/Füße als Fundament, durch die Bank weg sehr gute Becken – Tiere, denen man zutraut, gesund zu bleiben und alt zu werden“, lobte Timm Staggen, der selbst in einem landwirtschaftlichen Familienbetrieb in Schleswig-Holstein arbeitet und seit mehreren Jahren als Preisrichter tätig ist, die Zuchtvorstellung. Auch Cathleen Schneider, auf der jüngsten BraLa zur Brandenburger Milchkönigin 2017/18 gekrönt, machte es sichtlich Spaß, die Siegerpokale zu überreichen.


Dicht umringt wie in jedem Jahr waren zwei Schaugatter zur Tierart Schwein der Tierzuchtgenossenschaft Gulow und Cord-Kruse Lübzow GbR. Besonders die Kinder erfreuten sich an der „schweinischen Familie“ mit einer Kollektion von 13 Ferkeln verschiedener Rassen. Bei den fünf Schafrassen wurde das ungarische Zackelschaf schnell zum Publikumsliebling gekürt. 37 Mitglieder zählt der Schäferverein Prignitz aktuell, zehn befassen sich beruflich mit der Herdbuchzucht, die Mehrzahl sind Hobbyschäfer. Der Bestand an Mutterschafen in der Prignitz umfasst ca. 7 000 Tiere. Mit viel Beifall bedachten die Zuschauer auch das Programm des Pferdezuchtvereins Westprignitz. Nach einer Rassevorstellung zeigten Kinder, Jugendliche und Erwachsene in einem Schauprogramm das breite Spektrum von Voltigieren, Reiten, Springen bis hin zum Fahrbetrieb.

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