Thema Wolf: Zeit des Verhandelns ist vorbei!

26.01.2018

© Sabine Rübensaat

Krielow. Der Bauernbund Brandenburg sieht keine Chance mehr, zum Thema Wolf einen Kompromiss zu finden. „Das Wolfsmonitoring ist fehlerhaft, die Wolfsverordnung wirkungslos, das Wolfsmanagement gescheitert“, sagte Bauernbund-Präsident Marco Hintze bei einem Pressegespräch auf seinem Hof in Krielow, Landkreis Potsdam-Mittelmark. Der Bauernbund werde statt dessen den Widerstand der Landbevölkerung gegen den Wolf organisieren, kündigte Hintze an und forderte, große Teile Brandenburgs zur wolfsfreien Zone zu machen: „Überall, wo Menschen und Weidetiere sind, müssen Wölfe konsequent gejagt werden.“


2017 habe der Bauernbund nachgewiesen, dass die fortgesetzte Ausbreitung der Wölfe zu einer Industrialisierung der Tierhaltung und einem Rückgang der ökologischen Weidewirtschaft führen würde. Zugleich wurden Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt, wie trotz des strengen Naturschutzes Wölfe, die sich einer Weide nähern, getötet werden können. „Alle unsere Kompromissvorschläge wurden nicht beachtet, die Zeit des Verhandelns ist vorbei“, bedauert Hintze, der 80 Mutterkühe auf der Weide hält.


Unter www.wolfsfreiezone.de können sich alle Bürger, die die Forderungen des Bauernbundes unterstützen, ab sofort eintragen und vernetzen. Am 9. März werden an mindestens fünfzehn Standorten Mahnfeuer veranstaltet. Noch im Frühjahr will sich der Bauernbund äußern, unter welchen Bedingungen Jäger und Landwirte sich bereits heute gegen Wölfe wehren dürfen. Weitere Aktionen seien für das gesamte Jahr geplant, so Hintze: „Wir lassen uns die ökologische Weidetierhaltung nicht durch falsch verstandenen Naturschutz kaputt machen.“ 

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