Start in neue Decksaison

16.03.2017

© RBB

Kleines Foto oben rechts: Viel umworbener Don PP. Er erzielte den höchsten Zuschlagspreis von 7 700 € und bleibt im Land, denn er kommt in der Agrar GmbH Biesen zum Einsatz. Vier Siegerbullen mit ihren stolzen Besitzern.

Zum 16. Mal veranstaltete die RBB GmbH eine Fleischrindbullenauktion und zog Rinderzüchter aus Nah und Fern mit 75 hervorragenden Bullen aus sieben Rassen an. Am 7. März 2017 fand im Vermarktungszentrum in Groß Kreutz die traditionelle Bullenauktion statt, die für viele Mutterkuhhalter der Startschuss für die neue Decksaison ist. Außerdem ist die Auktion ein wichtiger Termin für Züchter aus ganz Deutschland, die auf der Suche nach neuer Genetik und interessanten Bullen sind. Am Vortag zur Auktion wurden die Bullen gekört und in den einzelnen Altersklassen gerichtet, sodass am Auktionstag die Siegerauswahl mit einer Bullenpräsentation auf die Besucher und Interessenten wartete.

 

Name war Programm


Innerhalb der vier aufgetriebenen Angusbullen setzte sich der stationsgeprüfte und topp herausgebrachte Cabrio (Cowboy x Rocky) von Familie Buchan durch. Bei den beiden Blonde d’Aquitaine­bullen hatte der junge Bill PS (Billy Boy x Lord Arthus) die Nase vorne. Mit einem hervorragenden Kontingent warteten die Fleckviehzüchter auf. 17 Bullen in bester Qualität unterschiedlichster Genetik, mit hohen Zuchtwerten und vielen Vertretern mit dem Hornstatus PP* machten es nicht einfach bei der Siegerauswahl. Jedoch bei einem Bullen war der Name Programm. „Champion PP*“ von dem jungen Zuchtbetrieb Philipp Metz setzte Maßstäbe. Mit den fabelhaften Körnoten 9/9/8 war er der bestbewertete Bulle der diesjährigen Auktion und verdienter Rassesieger. Dieser Zuchtbetrieb war das erste Mal in Groß Kreutz mit einem Bullen vertreten. Ein Thüringer Zuchtbetrieb erkannte die Qualität des Bullen und sicherte sich diesen Hoffnungsträger. Die zwölf Limousinbullen punkteten durch verschiedenste Genetik. Als Siegerbulle verließ der von der WF Tetschendorf gezogene Tetris PS* (Tiguan PP* x Sultan) den Ring. Auch er durchlief die stationäre Eigenleistungsprüfung in der LVAT Groß Kreutz. Mit einem kleinen (zwölf Bullen), aber feinen Kontingent präsentierten sich die Charolais. Siegerbulle wurde der junge und überaus harmonische Vincente Pp* (Vigan PP x Nelson PS) von Familie Sommer. Aufgrund seines interessanten Pedigrees, der guten Leistungsdaten und einem RZF 115 war das überregionale Interesse im Vorfeld zur Auktion sehr groß. Letztendlich bekam eine namenhafte Züchterin aus Bayern den Zuschlag, wo der junge Brandenburger jetzt seinen neuen Wirkungskreis hat.

 

Spannendes Bieterduell


Das mit Abstand größte Kontingent wurde von den Lokalmatadoren, den Uckermärkern, mit 28 Bullen gestellt.  Deutschlands jüngste Fleischrindrasse stellte nicht nur zahlenmäßig das größte Lot, sondern auch eine durchweg qualitativ hochwertige und homogene Kollektion. An die Spitze setzte sich der von Peter Schollbach gezogene Leander PS* (Leven PS x Herzog P). Der äußerst typvolle Bulle mit enormer Bemuskelung (Körung: 9/9/7) erreichte bei den Stationsprüfungen durchschnittlich Zunahmen von über 2 000 g. Ein toller Erfolg für den engagierten und langjährigen Zuchtbetrieb. Auch die Preisspitze mit sagenhaften 7 700 € stammt aus dem Uckermärkerlot. Der von Uwe Müßigbrodt gezogene Don PP* (Donnerhall PP* x Leven PS), Sohn der besten Brandenburger Kuh Goldessa PP*, wurde nach einem spannenden Bieterduell an einen Zuchtbetrieb im Land versteigert. Mit 3 614 € waren die Uckermärker auch das Kontingent mit dem besten Durchschnittspreis. Sagenhaft war ebenso der Zuschlag, den der einzige Herefordbulle der Auktion erzielte. Für 6 300 € wechselte der bundesschauprämierte Sascha PP* (Samson PP* x Cäsar P) von der Agrar GmbH Biesen das Land und deckt zukünftig in Tschechien. Drei weitere Bullen wurden nach Tschechien verkauft sowie ein interessanter Fleckviehbulle von Familie Karbe nach Österreich.


Ein super Auktionsverlauf mit tollen Preisspitzen und einem durchschnittlichen Verkaufspreis von 3 420 € lässt ein positives Resümee dieser Veranstaltung ziehen. Die Käufer aus ganz Deutschland und dem Ausland  wählten qualitätsbewusst ihre Kandidaten aus und nutzten die Möglichkeit, einen hervorragenden Bullen für ihre Herde zu erwerben. Auch wenn es leider Differenzen in der Nachfrage zwischen den Rassen gab, verlief die Auktion mehr als zufriedenstellend.

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