Schweinepest: Vorsicht bei Freilandhaltung

12.10.2017

© Sabine Rübensaat

Afrikanische Schweinepest: Besondere Vorsicht bei Freilandhaltung.

Das Risiko einer Einschleppung der sogenannten Afrikanischen Schweinepest aus Ländern Osteuropas in das Land Brandenburg ist derzeit gegeben und muss weiter intensiv beobachtet werden. Diese Einschätzung traf Stefan Ludwig, Minister der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz im Land Brandenburg, in einer Landtagssitzung auf eine Anfrage des SPD-Agrarsprechers Udo Folgart. Ludwig stützte sich in seiner Aussage auf eine Neubewertung des Friedrich-Loeffler-Instituts, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit (FLI).


Der Minister räumte jedoch ein, dass das Risiko einer Einschleppung in die heimische Wildschweinpopulation deutlich höher sei  als das Risiko einer Einschleppung in die Hausschweinbestände. Als größtes Einschleppungsrisiko gelte derzeit das Mitbringen von kontaminierten Lebensmitteln. Trotzdem warnte der Minister vor massiven Folgen für die hiesige Land- und Ernährungswirtschaft, sollte die Krankheit in Brandenburg bei Hausschweinen festgestellt werden. Die zuständigen Stellen des Landes würden deshalb seit mehreren Jahren die Situation intensiv beobachten und Vorbereitungen für einen Ernstfall treffen. Ein besonderes Augenmerk gelte zudem Betrieben, die Schweine im Freien halten. Wie der Minister betonte, gebe es einen sehr engen Austausch mit Fachleuten der Jagd aus Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern sowie zuständigen Stellen in Polen und Lettland.


Folgart wies in seiner Anfrage darauf hin, dass sich in den vergangenen Monaten die Afrikanische Schweinepest bei Wildschweinen in Tschechien spürbar verbreitet habe. Schon zuvor hätte es immer wieder Einzelfälle in Polen, Lettland, Litauen und Estland gegeben. Zuletzt seien Meldungen aus Rumänien dazugekommen.

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr