Schädling breitet sich weiter aus

12.10.2016

Buchsbaumzünsler © www.myheimat.de

Frankfurt (Oder). Der Buchsbaumzünsler (Cydalima perspectalis) ist ein Kleinschmetterling aus der Familie der Zünsler, der sich nun auch in Brandenburg zum Problemschädling an Buchsbaumbeständen entwickelt. Er stammt ursprünglich aus Ostasien (China, Korea, Japan) und trat in Brandenburg erstmals 2009 auf, informiert der Pflanzenschutzdienst des Landesamtes für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF).



War dieser Neozoon bis 2015 hauptsächlich im südlichen Brandenburg zu beobachten, so hat sich sein Verbreitungsgebiet seit 2016 deutlich nach Norden hin bis in den Raum Potsdam im Westen bis Wriezen und im Nordosten ausgeweitet. Auch im Grenzbereich zu Berlin wurden neue Befallsherde mit teils merklichem Schadausmaß gefunden. Die bereits in den letzten Jahren betroffenen Regionen im Südosten Brandenburgs hatten in diesem Sommer mit örtlich erheblichen Schäden zu kämpfen.

 


Der Pflanzenschutzdienst empfiehlt allen Besitzern von Buchsbäumen auf Befallsanzeichen, wie abgefressene Blätter, an denen nur noch der Blattrand stehen bleibt, Gespinste, Kotkrümel und Raupen zu achten. Schabefraß an Blättern kann aber auch durch Schnecken verursacht werden.



Der Buchsbaumzünsler überwintert als Junglarve in einem 5 mm langen Wintergespinst, bei dem zwei bis drei Buchsbaumblättchen zumeist am Zweigende zusammengesponnen sind. Zurzeit befinden sich viele Larven bereits in diesen Gespinsten, weshalb man tagsüber nur noch wenige frei fressende Räupchen findet. Die leicht behaarten, derzeit zirka 3 bis 10 mm langen Larven besitzen eine schwarz glänzende Kopfkapsel und sind gelbgrün bis dunkelgrün gefärbt. Sie haben seitlich schwarze und weiße Streifen und sind im Laub durch ihre Färbung sehr gut getarnt.



Werden Befallsanzeichen des Buchsbaumzünslers gefunden, so kann mit einem Rückschnitt bis Anfang April 2017 noch ein großer Teil der Wintergespinste entfernt werden. Unabhängig davon sollte aber ab Anfang Mai nächsten Jahres eine Bekämpfung mit einem zugelassenen Insektizid erfolgen.

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