Roggen frühzeitig vom Halm

03.08.2018

© Rudolf Kupfer

Mähdrusch in der Flur Kroppen. Kleines Foto rechts unten: Nach getaner Arbeit: Roy Niemann, Daniel Kaulfuß, Kevin Herrmann, Detlef Götze und Siegfried Klaus (v. l.).

In diesem Jahr war Siegfried Klaus aus Ortrand bereits das 42. Mal in der Getreideernte auf dem Mähdrescher im Einsatz. Die zurückliegende Druschperiode brachte wenige erfreuliche Rekorde, so der erfahrene Landwirt. So früh hat er in all den Jahren noch nie mit dem Mähdrusch beginnen können. Bereits am 9. Juli ging es mit der Winterweizenernte los. Der gesamte Winterroggen war bereits elf Tage später im Speicher und damit die Getreideernte 2018 abgeschlossen. 

 

In den vergangenen Jahren haben die Frauendorfer erst um diese Zeit mit dem Drusch begonnen. „So optimal das Wetter auch für den Drusch war, so ungünstig war es davor für die Entwicklung der Getreide- und Winterrapspflanzen.“ Seit Anfang Mai fehlte in der Region der nötige Regen für die Kornbildung. Der Anteil von Schmachtkörnern ist ungewöhnlich hoch, die Erträge insgesamt sind gering. Mit Ertragsausfällen bis zu 50 % rechnen die Frauendorfer Landwirte. „Nur gut, dass wir kein Sommergetreide im Anbau haben, denn hier wären die Ausfälle noch größer“, schätzt Siegfried Klaus ein. Auf 850 ha waren in den Fluren rund um Frauendorf im Frühjahr beste Bestände an Winterraps -und getreide herangewachsen. „Aber nur was im Speicher ist, zählt“, weiß Mähdrescherfahrer Detlef Götze aus Erfahrung.

 

Eine Bewährungsprobe war für Roy Niemann die diesjährige Ernte. Nach seiner Ausbildung in der Agrargenossenschaft Frauendorf war er erstmals in der gesamten Druschsaison im Einsatz und erfüllte diese Aufgabe nach Wertung der Truppe um Siegfried Klaus bestens. Bei Kornfeuchten um zwölf Prozent ist das Erntegut bestens lagerfähig und es fallen keine zusätzlichen Kosten für die Körnertrocknung an. Nachdem die Schmachtkörner aus dem Erntegut durch Reinigung entfernt wurden, hat der verbliebene Winterroggen eine gute Qualität. Die  Frauendorfer Bauern hoffen deshalb, dass gute Preise die Ernteverluste teilweise ausgleichen. 

 

Immer wieder begegneten den Mähdrescherfahrern Wildtiere. Auffällig in diesem Jahr war aber, dass sie nicht vom Weißstorch begleitet wurden.

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