Resümee der Forstausstellung im MAFZ

02.05.2014

© Marcus Gansewig

Leistungsstarke Sägetechnik war in Paaren ebenso zu sehen wie meisterhafte Holzverarbeitung.

Traktoren, ferngesteuerte Forstmulcher, Falkner, Schnitzkünstler – das Angebot bei der zweiten Brandenburger Forstausstellung auf dem Gelände des MAFZ-Erlebnisparks Paaren im Glien war mannigfaltig. Da, wo während der Premiere vor einem Jahr noch Gänseblümchen auf der leeren Wiese zu sehen waren, war das Gras nun breitgetreten von den zahlreichen Gästen und zeugte von der positiven Entwicklung der Leistungsschau der Brandenburger Forstwirtschaft. Den Eindruck bestätigt auch Enno Rosenthal, Vorsitzender des Brandenburger Waldbauernverbandes: „Wir sind auf einem richtig guten Weg.“

Den hat das Nauener Ehepaar Elke und Josef Siupka interessiert von Beginn an begleitet. „Wir waren schon im vergangenen Jahr hier“, erklären die beiden Rentner, die den sonnigen Frühlingstag Mitte April für einen Radausflug zur Forstausstellung nutzten, um sich erneut über die Forstwirtschaft zu informieren – und es nicht bereuten. „Das Niveau der Veranstaltung ist gestiegen. Die Forstausstellung entwickelt sich, wird immer größer“, loben sie die zweite Ausgabe und waren sich sicher: „Im nächsten Jahr sind wir wieder hier.“

Und weil die beiden Nauener nicht die Einzigen waren, die derart positiv auf die Forstausstellung reagierten, gestaltet sich die Zukunft der im Vorfeld arg infrage gestellten Leistungsschau positiver als von vielen erwartet. „Wir gehen davon aus, dass wir im nächsten Jahr weitermachen“, informiert Holger Klementz, Pressesprecher des MAFZ. Zwar stehe eine Auswertung der Ausstellung mit dem Brandenburger Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft noch aus, doch: „Die etwa 3 000 Besucher in diesem Jahr waren definitiv eine Verbesserung zum Vorjahr“, so Klementz, und ein gewichtiges Argument für die Fortführung.

An der ist auch Rosenthal stark interessiert. „Die Leistungen der Forstwirtschaft werden in der Öffentlichkeit nicht genug gewürdigt“, findet er. „Dabei tun wir viel für das Gemeinwohl.“ Das müsse mit einer solchen Leistungsschau auch nach außen transportiert werden. Wie dies erfolgreich sein kann, sehe man ja an anderen Bundesländern. Bei denen aber sei auch die Vorbereitung auf solch ein Event eine ganz andere. „Das muss ein professionelles Veranstaltungsmanagement machen“, fordert er für die nächste Ausgabe, um so noch weitere Gäste zur Forstausstellung zu locken.

Unter den Fachbesuchern indes hatte sich die Kunde von einer interessanten Veranstaltung bereits in diesem Jahr rumgesprochen. Und so pilgerten mehr als doppelt so viele von ihnen nach Paaren als noch im Vorjahr.

Am Sonnabend lockte unter anderem die zehnte Waldbauernversammlung mehr als vier Dutzend Experten an, die über aktuelle und künftige Förderungsmöglichkeiten sowie Strukturprobleme diskutierten. So berichtete Referent Dr. Carsten Leßner vom Referat Wald- und Forstwirtschaft im Ministerium von insgesamt 44 Millionen Euro, die in der vergangenen Förderperiode von 2007 bis 2013 als direkte Fördersummen an die Waldbesitzer geflossen sind. Zudem blickte er auf die 2015 anstehende, noch nicht vollständig abgestimmte neue Förderrichtlinie: „Da wird es nur wenige Änderungen geben.“

Eine Änderung, allerdings in der Struktur, war hingegen Enno Rosenthal besonders wichtig. „Wir brauchen endlich eine Hoheitsbehörde, die ohne wirtschaftliche Interessen arbeitet und neutral ist“, forderte der Waldbauernverbandsvorsitzende eine klare Trennung von Hoheit und Betrieb in den Förstereien. Zum einen sorge der wirtschaftliche Betrieb, so Rosenthal weiter, dort dafür, dass für die eigentlichen Hoheitsaufgaben im Alltag kaum noch Zeit bliebe, zum anderen „muss die Konkurrenzsituation in der Fläche beendet werden“. Zudem warb er einmal mehr um die Idee der forstwirtschaftlichen Zusammenschlüsse.


Die Waldbauernversammlung, hier Enno Rosenthal und FDP-Abgeordneter Gregor Beyer (vorn im Bild), zog vor allem Fachleute an.





Marcus Gansewig

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