Methusalemprojekt

02.08.2016

© Sabine Rübensaat

Potsdam. Mit dem sogenannten Methusalemprojekt wurden in Brandenburgs Landesforsten in den letzten 15 Jahren bereits mehr als 200 000 alte Bäume dauerhaft geschützt. Diese Baumveteranen bieten wertvolle Lebensräume für Insekten, Pilze, Vögel und Säugetiere, sind wunderschön anzusehen, können uralt werden und verbleiben auch danach im Naturkreislauf. Das Projekt tritt nun durch die zusätzliche Ausweisung von Biotopbaum-Arealen in seine zweite Phase. Mit Methusalem 2.0 soll die Förderung der Biotopbäume und des Totholzes im Landeswald  in den nächsten zehn Jahren – insbesondere in den nach FFH-Richtlinie geschützten Waldlebensraumtypen – durch die Einbeziehung von Baumgruppen und Arealen alter, absterbender und toter Bäume erweitert werden.



Der Landesbetrieb Forst Brandenburg (LFB) strebt damit eine Integration der Naturschutzbelange in die Landeswaldbewirtschaftung an. Die Erhöhung des Biotop- und Totholzanteils ist dabei ein wichtiger Aspekt. Dadurch können Lebensräume heimischer Tier- und Pflanzenarten gesichert und die biologische Vielfalt der Wälder verbessert werden. Ein möglicher Einnahmeverlust des Betriebs durch Verzicht auf wirtschaftliche Nutzung wird durch den hohen ökologischen Wert der Biotopbäume ausgeglichen und entspricht der gesetzlichen Gemeinwohlverpflichtung zur Bewirtschaftung des Landeswalds.



Als Biotopbäume wurden schon bisher Bäume ausgewiesen, wenn sie besondere Kleinhabitate wie Ast- und Kronenabbrüche, Rindenverletzungen oder Höhlen aufweisen. In der nun vorgesehenen Fortsetzung des Projektes werden zusätzlich Biotopbaum-Areale von mindestens tausend Quadratmetern integriert. Ganze Baumgruppen werden so ihrer natürlichen Zerfallsphase überlassen.

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr