Mehr Weizen, weniger Zuckerrüben

08.08.2017

© Sabine Rübensaat

Potsdam. Der Getreideanbau im Land hat sich nach dem vorläufigen Ergebnis der Bodennutzungshaupterhebung 2017 gegenüber dem Vorjahr um rund 14 100 ha auf insgesamt 509 100 ha verringert. Getreide steht auf 50 % der insgesamt 1,015 Mio. ha großen Ackerfläche Brandenburgs, teilt das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mit. Die Anbaufläche des Weizens wurde mit 180 300 ha um 8 200 ha gegenüber dem Vorjahr erneut ausgedehnt. Weizen wird damit auf mehr als einem Drittel der Getreidefläche zu ernten sein. Gleichzeitig verdrängt dieser den Roggen von dessen bisheriger Spitzenposition. Roggen ist auf     160 800 ha zu dreschen. Dies entspricht einem Minus von 15 000 ha. Auf den weiteren Plätzen folgen Gerste mit 98 400 ha sowie Triticale mit 38 300 ha, deren Anbau um 0,4 bzw. 7,2 % zurückging.



Mais wächst 2017 auf einer Fläche von 209 000 ha, während es 2016 noch 198 800 ha waren. Damit ist ein weiterer Höchststand beim Anbau dieser Fruchtart zu vermelden. Die verschiedenen Nutzungsformen von Mais (vor allem Körner- und Silomais) werden auf 21 % des Ackerlandes angebaut. Ölfrüchte sind auf 14 % des Ackerlandes zu ernten. Bei diesen gab es gegenüber 2016 einen Anbaurückgang um drei Prozent auf 142 400 ha. 2016 erfolgte die Ernte noch auf 147 000 ha. Diese Entwicklung ist größtenteils auf die um 5 300 ha auf 128 400 ha gesunkene Winterrapsfläche zurückzuführen. Dagegen vergrößerte sich der Brandenburger Körnersonnenblumenanbau um neun Prozent auf  10 300 ha.


Die bestimmenden Hülsenfrüchte Brandenburgs sind wie in den Vorjahren Süßlupinen mit 12 200 ha (2016: 12 900 ha) und Erbsen mit 8 400 ha (2016: 8 000 ha). Hülsenfrüchte wachsen auf zwei Prozent des Ackerlandes. Hackfrüchte werden auf 16 100 ha angebaut. Im Vergleich zum Vorjahr sind es acht Prozent weniger. Diese Entwicklung unterstreicht die vergleichsweise geringe Bedeutung des Brandenburger Hackfruchtanbaus. Dies betrifft besonders die Zuckerrüben, die 2017 auf 6 300 ha zu roden sind. Für Zuckerrüben ergibt sich ein Minus von 19,5 % gegenüber 2016. Die diesjährige Kartoffelernte findet wie 2016 auf rund 9 500 ha statt. 

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