Mehr Kirschen als im Vorjahr

27.06.2016

Kirschen © Sabine Rübensaat

Nach ersten Ertragsschätzungen der Brandenburger Obstbaubetriebe wird in diesem Jahr mit insgesamt fast 1 700 Tonnen eine größere Kirschernte als im Vorjahr erwartet (2015: 1 391 Tonnen). Davon entfallen rund 1 260 Tonnen auf Süßkirschen und rund 440 Tonnen auf Sauerkirschen. Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg weiterhin mitteilt wurden 2015 weniger Süßkirschen (815 Tonnen), jedoch mehr Sauerkirschen (576 Tonnen) geerntet.


Die aktuellen Ertragserwartungen bei Süßkirschen liegen mit 32,6 Dezitonnen pro Hektar (dt/ha) deutlich höher als 2015 (18,9 dt/ha). Dieses Ergebnis würde auch den Durchschnittswert des sechsjährigen Mittels der Jahre 2010 bis 2015 von 15,8 dt/ha übertreffen.


Bei den Sauerkirschen werden nach ersten Vorschätzungen mit rund 60,2 dt/ha
ebenfalls gute Erträge erwartet. Gegenüber 2015 ergibt sich allerdings ein Rückgang um 14 Prozent (2015: 69,9 dt/ha).


Da Kirschen sehr wetteranfällig sind, ist darauf hinzuweisen, dass die Ernte durch den weiteren Witterungsverlauf noch beeinflusst werden kann und sich dann auch auf die endgültige Ertragsschätzung auswirkt.


Süßkirschen stellen mit rund 390 Hektar die zweitwichtigste Obstart nach Äpfeln im Land Brandenburg dar. Der Anbauschwerpunkt befindet sich mit mehr als 60 Prozent im Landkreis Potsdam-Mittelmark.


Ertragsfähige Sauerkirschenbäume stehen auf rund 73 Hektar. Gegenüber der letzten Baumobstanbauerhebung von 2012 (174 Hektar) zeichnet sich eine deutliche Flächenreduzierung ab, die unter anderem mit den schwierigen Absatzbedingungen zu begründen ist.

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