Landwirtschaft

11.04.2013

 

 

 Der lange Winter mit seinen Frösten geht auch an der Landwirtschaft nicht spurlos vorbei! In Brandenburg befanden sich die Winterkulturen vergangene Woche noch in absoluter Winterruhe. Sie waren meist mit einer schützenden Schneedecke bedeckt. Bis auf ein paar kahlgewehte Bergkuppen war zu dem Zeitpunkt hier kaum mit Frostschäden zu rechnen. Für die Winterkulturen bedeutet dieser lange Winter aber eine Verkürzung der Vegetationszeit. Ob sich das aber auf den Ertrag auswirkt oder von den Pflanzen kompensiert werden kann, hängt vor allem vom Witterungsverlauf in den nächsten Wochen ab.


Problematischer ist es beim noch nicht bestellten Sommergetreide. Hier stellt sich bald die Frage, ob die Aussaat überhaupt noch sinnvoll ist, da die nun stark verkürzte sortenspezifische Vegetationszeit kaum eine Fruchtausbildung gewährleistet. Vielfach wird es sicherer sein, anstatt Sommergetreide nun Kulturen mit einer späteren Vegetationszeit auf das Feld zu bringen (zum Beispiel Mais und Sonnenblumen).

Frühjahrsarbeiten  drängen sich zusammen


Dieses verspätete Frühjahr drängt aber alle Frühjahrsarbeiten auf zwei bis drei Wochen zusammen. Dies stellt höchste Anforderungen an die Arbeitsorganisation und an die Landwirte und Beschäftigten selbst. Direkte Ertragsausfälle wird es aber im Bereich des Frühgemüses (vor allem Spargel) geben. Hier fehlen die ersten Wochen.

In der Tierproduktion führt der lange Winter zu erhöhten Energiekosten, so in Betrieben mit Schweine- und Geflügelhaltung. In der Rinderproduktion bedingt die längere Winterfutterperiode bei Weidebetrieben zusätzlich erhöhte Futterkosten. Auch Schäfereien haben derzeit Probleme, entsprechende Futterflächen oder Zufüttermöglichkeiten für ihre Schafe zu finden. Eine finanzielle Abschätzung dieser Sachverhalte ist aber noch nicht möglich. LBV

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr