Landeskontrollverband

08.03.2017

© Sabine Rübensaat

Blankenfelde-Mahlow. Mittlerweile hat jeder zehnte Brandenburger Hof mit dem Melken aufgehört. Die Zahl der milchleistungsgeprüften Kühe ist um mehr als 12 000 zurückgegangen. Eine derartig negative Entwicklung ist in der 26-jährigen Geschichte des Landeskontrollverbandes Berlin-Brandenburg eV einmalig und wird sich hoffentlich nicht wiederholen! Dies betonte Vorsitzender Fred Schulze auf der LKV-Generalversammlung am 1. März vor den rund 150 Teilnehmern. Er verwies auf die ruinösen Milchpreise, unter denen die Erzeuger zwei Jahre lang litten. „Wo der Markt versagt, ist die Politik gefordert!“ Denn der gnadenlose Mechanismus von Angebot und Nachfrage schaffe Ungerechtigkeiten, wenn Chancen und Risiken nicht gleich  verteilt seien.


Zur Bilanz des Prüfjahres 2015/16 gehört eine moderat gestiegene Milchleistung. Sie beträgt 9 471 kg je Einzeltier bei leicht erhöhten Inhaltsstoffen (+0,06 % Fett, +0,03 % Eiweiß). Während sich die Eutergesundheit langsam verbessert und Fruchtbarkeitsmerkmale wie das Erstkalbealter  stabilisieren, stagnieren funktionale Merkmale wie Nutzungsdauer und Lebensleistung. Zwar hat sich die Lebenseffektivität verbessert. „Dennoch sind wir im Durchschnitt weit von den Zielen entfernt. Tendenziell haben die größeren Betriebe und Betriebe mit hohen Leistungen diese Merkmale besser im Griff“, hieß es auf der Generalversammlung.  Neben besseren Rahmenbedingungen durch die Politik wurde eine konstruktive Begleitung durch die Wissenschaft sowie eine faire Behandlung durch die Molkereien und den Handel gefordert. Ein Dank ging an die Mitglieder sowie Mitarbeiter für ihren täglichen Einsatz. 

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