Landeskontrollverband Berlin-Brandenburg

12.03.2015

© Sabine Rübensaat

25 Jahre Landeskontrollverband: Schwerpunktaufgabe ist die Milchleistungsprüfung, das Erfassen von Merkmalen zur Gesundheit und Robustheit der Milchkühe und zur Verbesserung der genetischen Qualität.

Der Wegfall der Milchquote zum 1. April dieses Jahres  ist für die Betriebe mit einigen Unsicherheiten verbunden. Aber mit einem Landesdurchschnitt von 9 277 kg Milch pro Jahr sind sie gut darauf eingestellt. Zudem haben sie einen leistungsstarken Partner an ihrer Seite: den Landeskontrollverband Berlin-Brandenburg e. V. Dies betonte Agrar- und Umweltminister Jörg Vogelsänger auf der Generalversammlung des Verbandes in Blankenfelde -Mahlow.
 
Vogelsänger gratulierte zum Jubiläum der Einrichtung, die vor 25 Jahren als neutraler und unabhängiger Verband gegründet wurde. Schwerpunktaufgabe ist die Milchleistungsprüfung im Zusammenhang mit dem Erfassen von Merkmalen zur Gesundheit und Robustheit der Milchkühe sowie zur Verbesserung der genetischen Qualität in den rund 500 Milchviehbetrieben des Landes. 95 % des gesamten Milchviehbestands werden durch den Verband kontrolliert, der zugleich Dienst-leistungen wie Futter- und Bodenuntersuchungen  und Beratungen anbietet. Der LKV hat rund 950 Mitglieder und beschäftigt 110 Fachleute. 55 Mitarbeiter sind am Standort in Waldsieversdorf beschäftigt.

Vorsitzender Fred Schulze verwies darauf, dass hohe Einzeltierleistungen neben den funktionalen Merkmalen eine wirtschaftliche Milchproduktion sichern. Die Nutzungsdauer konnte auf 34 Monate erhöht werden, die Lebensleistung auf 26 006 kg und die Lebenseffektivität auf 13,8 kg. Schulze kritisierte allerdings die schwindende Akzeptanz der Gesellschaft für neue Produktionsmethoden.  „Wo der geplante Stallneubau an einer Bürgerinitiative scheitert, wird eben nicht investiert.“

Wie LKV-Geschäftsführer Dr. Manfred Hammel betonte, ist die Zahl der Milchkühe seit 2011 wieder angestiegen und liegt nun bei 163 500. Dem steht jedoch eine kontinuierlich gesunkene Zahl von Milcherzeugern gegenüber. „Das bedeutet, die Bestandsgröße steigt. Auch die Milchleistung steigt weiter, wobei der Inhaltsstoff Fett deutlich  und Eiweiß tendenziell sinkt!“ Während die Eutergesundheit stagniere, stabilisierten sich die Fruchtbarkeitsmerkmale. „Tendenziell haben die leistungsstärkeren und größeren Betriebe diese Merkmale besser im Griff!“

Dr. Hammel gab zu bedenken, dass bei den funktionalen Merkmalen zwar eine Verbesserung eingetreten sei. „Im Durchschnitt sind wir jedoch von den Zielen noch weit entfernt!“ Zunehmend besser erkannt würden Stoffwechselprobleme. „Es gibt also noch viel zu tun“, resümierte der Geschäftsführer.

Auf der Veranstaltung wurde bekannt gegeben, dass Brandenburg mittlerweile auf 600 Kühe mit einer Leistung von jeweils 100 000 Litern Milch verweisen kann. Carola aus der Agrar GmbH Manker ist zugleich die erste 150 000-Liter-Kuh. Fachvorträge widmeten sich  der Erzeugung hochwertiger Gras-Leguminosensilagen sowie der Arbeitszeitgestaltung in der Milchproduktion.

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