Komfort für Kühe

03.12.2013

Foto: Veit Rösler

Glückwünsche konnte Geschäftsführer Manfred Stahr (r.) auch von Waldemar Dietrich entgegennehmen.

Was schenkt man einem Landwirt zur Einweihung eines Kuhstalls? Diese Frage mussten viele Gäste vor der Einweihung des neuen Rinderstalls bei der Röderland GmbH in Bönitz für sich beantworten. Individualkundenberaterin Cathleen Horter von der Zweigstelle Elsterwerda der Sparkasse Elbe- Elster hatte eine große Laterne mitgebracht. Wie sie darauf gekommen ist, wurde nicht verraten, aber: „Es war sehr schwer, für diesen Anlass ein passendes Geschenk zu finden. Da haben wir uns schwer getan“, meint sie lachend. Nicht so schwer getan hat sich die Sparkasse bei ihrer eigentlichen Aufgabe, wie auch insgesamt zwölf weitere Organisationen und Firmen, die am Bau des neuen 34 x 75 Meter großen Rinderstalls beteiligt waren.

Bevor Geschäftsführer Manfred Stahr vor vielen Gästen und Schaulustigen das Tor öffnete, gab es ein großes Dankeschön an die Berater, Geldgeber, den Landkreis, den Architekten, die Zeichner, die Abrissfirma, die für das Stellen des Neubaus zuständige Firma, die Bauleute, den Agrardienstleister, die Elektriker, die Heizungsbauer, die Installateure der Futterwandschieber und natürlich die eigenen Mitarbeiter, ohne die es nicht gehen würde, wie Manfred Stahr bekräftigte. Die beteiligten Firmen hatten zuvor in der gleichen Konstellation bei dem Landwirtschaftlichen Unternehmensverbund Stolzenhain-Prösen beim Aufbau eines Rinderstalls zusammengearbeitet. Deren Geschäftsführer Waldemar Dietrich hatte die Röderland GmbH wesentlich unterstützt. „Alles lief komplikationslos, wir waren sehr überrascht, wie gut das alles ging“, meinte der Bönitzer Geschäftsführer Manfred Stahr. Es sei für einen Betrieb sehr wichtig, mit seinen Anlagen auf dem neuesten Stand zu bleiben. Manfred Stahr ließ noch einmal die Geschichte retour passieren, die 1957 mit einem kleinen Stall und einem Düngerschuppen angefangen habe. Wichtige Eckdaten waren der  Bau des neuen Melkhauses 2004, der Biogasanlage 2007, der Beginn der Rekonstruktion 2012 und nun der Neubau des riesigen Stalles. Dieser, in dem 264 Kühe Platz finden, wurde ohne Stützen konstruiert. Er verfügt über eine bewegliche Futtertischbrücke, die den Rindern gestattet, zu ihrem Stellplatz zu gelangen, ohne das Futter mit den Hufen zu berühren. Der Stall hat zwölf temperatur- und windabhängige Lüftungsanlagen, ebenso Kuhbürsten, neueste Tränkentechnik, eine automatische Beschattungsanlage für die Südseite und einen automatischen Gülletransport zur Biogasanlage. Ausruhen können sich die Kühe auf einer Stroh-Kalk-Matratze. Mit der neuen Anlage soll die Zahl der derzeit 350 Rinder auf 450 aufgestockt werden.

„Wir wollen damit erreichen, daß wir wieder in den Schichtdienst gehen können. Und wir wollen  damit hoffentlich auch wieder für junge Leute attraktive Arbeitsplätze in der Tierproduktion schaffen“, meint Geschäftsführer Manfred Stahr. Derzeit sind hier 30 Mitarbeiter tätig, davon sieben in der neuen Anlage. Im nächsten Jahr sollen weitere Mitarbeiter eingestellt werden.

Autor: Veit Rösler

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